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Tagesablauf

Es ist nicht einfach einen gewohnten Tagesablauf währen der homeoffice Zeit zu halten, vor allem, wenn die Eltern arbeiten und die Kinder zu Hause lernen müssen. Jedoch die „Jüngeren“ brauchen es und meiner Erfahrung nach tun sich auch Eltern einfacher, wenn sie einen ungefähr gleichen Tagesablauf für die Kinder zu Hause gestalten. Es heißt nicht, dass die Kinder und Eltern jeden Tag um sechs Uhr aufstehen müssen.

Wie es bei uns mit vier Kinder und zwei berufstätigen Eltern läuft…? Ja…. Hierzu nochmal, ich bin kein Held! Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern sind unterschiedlich. Ja, und es gibt natürlich Familien seltener mit 5 oder mit 6 Kindern. Es ist vollkommen verständlich, wenn die „Großen“ bis zehn Uhr ausschlafen. Mein Mann versteht bis heute noch nicht, warum die Schule um acht Uhr beginnen muss.

Es läuft bei uns auch nicht immer alles perfekt, aber ich möchte mal einen „perfekten Tag“ in der „Stay at home!“ Zeit beschreiben.

Vielleicht habe ich noch nicht erwähnt, die Kinder sind bei uns 15, 13, 11 und 6 Jahre alt. Junge, Mädchen, Junge Mädchen. Der Älteste ist Realschulschüler, dann kommt Gymnasiastin, der 11 Jährige ist Mittelschule und die Jüngste ist im Kindergarten, letztes Jahr! Das heißt, wir bekommen jeden Tag von drei unterschiedlichen Schulen von mehreren Lehrern und Lehrerinnen per e-mail die Hausaufgaben, Wochenpläne, vielleicht kommt mal an einem oder an anderem Tag nochmal etwas dazu. Die Schule ist leider mit der Zeit überfordert und lernt viel aus der Situation, aber auf dieses Thema mit Schule möchte ich später nochmal zurückkehren. Wie ich es schon erwähnt habe, arbeite ich im Kindergarten und … nein, leider, weil mein Mann in homeoffice arbeitet, darf ich die Kleine nicht mitnehmen.

Also, ich stehe an einem perfekten Werktag um sechs Uhr dreißig auf… Ja, wir haben auch Haustiere, Hund, Katze, Papageien und Fische, die gefüttert werden müssen und mit Hund spazieren gehen gehört auch dazu. Irgendwie, ich weiß es nicht, wie es meine sechs Jährige macht, während ich mich anziehe, meinen Kaffee fertig trinke und schon vor der Tür stehe um in die Arbeit zu gehen, steht sie plötzlich auf und mag frühstücken…paff. Ich muss in die Arbeit, mein Mann hat Videokonferenz, die „Großen“ mag ich irgenwie nicht wecken, es wäre wirklich ungerecht.

So, an einem perfekten Tag und es hat lange gedauert, bis es sich eingespielt hat, vorbereite ich zuerst ihr Frühstück und lege ihre Klamotten raus. Wenn sie angezogen ist, darf sie einen Film anschauen. Und während sie es angeschaut hat sind schon die anderen wach. Danach soll sie etwas ausmalen oder ein Arbeitsblatt erledigen usw.

Hier ist es ganz wichtig, dass man immer konsequent bleibt. Also, erledigt sie ihre Arbeitsblätter nicht, darf sie am kommenden Tag keinen Film schauen. Bei den oben genannten Punkten muss mein Kind mit ihren sechs Jahren selbstständig sein, schließlich ist sie ab September ein Schulkind. Also alleine frühstücken, sich anziehen, Zähne putzen und Brille aufsetzen. Dann darf sie den Film starten.
Hierzu dient das Lernvideo https://www.youtube.com/watch?v=1amW9aufZeM, welches den Kindern spielerisch den Tag, bzw. einen Tagesablauf erklärt. Nach meiner Darstellung geht der Junge noch in den Kindergarten. Zum Schluss entdecken dabei die Kinder, wieviel Zeit sie mit Schlafen verbringen und sie lernen mit dieser einfachen Hilfestellung selbstständig werden, indem sie die ganze Geschichte, vor allem ihr Tagesablauf während ihrem Freispiel für sich nacherzählen.


Die beste Lösung aber sind wir, Eltern oder Erzieher, die immer vorbildlich einen ungefähr gleichen Tagesablauf für die Kinder gestalten. Es gibt den Kindern nicht nur einen Tagesstruktur, sondern auch Sicherheit und es ist ganz wichtig in dieser schwierigen Zeit.


Meine „Großen“ Kinder (drei Stück) müssen am vorigen Abend alle Handys, Tablets usw um 21:00 Uhr abgeben… (Ich bin bös…) Unten in der Küche haben wir eine Ladestation, da können sie diese aufladen. Sie stellen selbst den Wecker und allerspätestens früh um neun Uhr stehen sie auf und nach dem Frühstück, Anziehen etc. müssen sie lernen.
Nein, es funktioniert auch nicht von Anfang und nicht immer aber sie sind irgendwie selbst darauf gekommen, wenn sie es nicht machen, dann häuft sich die ganze Arbeit. Natürlich schaue ich mir die Aufgaben an, auch wenn es nicht jeden Tag geht, aber einmal oder zweimal in der Woche finde ich es unerlässlich. Schwerer ist es sicherlich mit Grundschulschüler, die wir in der Familie nicht mehr, bzw noch nicht haben. Ich finde besonders schade, dass die Vorschulkinder in dieser Zeit vergessen werden, dieses Thema betrifft mich auch leider persönlich, deshalb möchte ich auf Weiteres mehr Angebote und Fördermöglichkeiten für sie beschreiben.

Also meine sechs jährige Tochter braucht gaaaanz viel Aufmerksamkeit. Sie ist super neugierig und nach der Arbeit und „Homeschooling“ soll ich immer mit ihr etwas unternehmen. Wie schon gesagt, Vormittag arbeite ich.
Na gut, hier muss ich bemerken, kochen brauche ich nicht, mein Mann kann super lecker kochen und das tut er auch jeden Tag gerne. Also, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, dann müssen wir nur den Tisch decken und zusammen essen.


Es ist momentan nicht einfach, wir haben trotzdem Zeit für Spielen, für das zusammen Essen und diese gemeinsame Zeiten während der Corona sind einfach unvergesslich.

Ein Spaziergang mit vielen Fragen

Die Naturwissenschaft spielt eine wichtige Rolle in Kindertageseinrichtungen. Leider sind die Fachbegriffe, wie situationsorientierte Beschäftigungsangebote und alles läuft in Partizipation mit Kindern nur Wörter für Akademien und Hochschulen, werden und können in Praxis noch wenig angewendet werden….. Hier möchte ich auf keinen Fall die Pädagogen beschuldigen (ich bin auch selbst Eine…). Sehr oft ist die Umgebung der Kinder daran schuld. Die gesellschaftliche Erwartungen und die danach erzeugten viele Patchworkfamilien. Vielleicht die moderne Medienwelt auch, welche die Menschheit vom Denken einfach abgewöhnt.

Aber was bedeuten diese schöne Wörter? Eigentlich, dass die Pädagogen nach den Interessen der Kinder und mit den Kindern zusammen das Alltagsleben der Kinder in Kindergärten gestalten. Jetzt ist es, wovon die Kinder in der Corona Zeit zu Hause profitieren könnten, indem wir Eltern die Neugierde der Kinder erfüllen.

Ganz konkret. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, die momentane Situation erzeugt in mir auch viel Spannung, meine sechs Jährige Tochter könnte auch immer explodieren, wieso gehe ich arbeiten und sie nicht in den Kindergarten.
Deshalb, wenn ich nach Hause komme und zusammen gegessen haben, nehme ich sie und natürlich den Hund mit zu einem entspannten Spaziergang. Hier kann sich mein Kind am Besten öffnen und stellt gaaaanz viele Fragen.

Sie kann in der entspannten Natur erzählen, was sie in dieser Zeit stört. Ich weiß es auch nicht, ob ich es richtig mache, versuche aber die momentane Situation für sie positiv darzustellen und alle Vorteile auf der kindgerechten Weise zu erzählen.
Nach einer Weile kamen die Fragen, die sie vielleicht schon lange interessierten.

Fragen:

  • Warum leben wir?
  • Was machen die Tiere, während wir schlafen?
  • Wo sind sie denn überhaupt?
  • Wie ist die Erde entstanden und wann?
  • Wie viele Menschen leben auf der Erde, welche Sprachen gibt es und wieviele Länder gibt es?
  • Warum steht die Sonne auf?

Ganz schön viele Fragen. Deshalb habe ich entschieden, dass ich sie in ihrer Interesse mit unterschiedlichen kreativen Angeboten fördern werde. Meine Ideen :

  • Vulkan bauen aus Gips
  • Erdgeschichte mit Experimenten
  • Kontinente puzzeln
  • Flaggen für Europa ausmalen und zuordnen….

Mama erzähle mir!

Mit 5-6 Jahren erleben die Kinder ihre „Geschichten Zeit“. Dieses Alter ist sehr wichtig in der Entwicklung der Kinder. Nicht nur der Wortschatz entwickelt sich dadurch, wenn erzählt wird, sondern auch Emotionen und andere Erlebnisse können die Kinder dabei verarbeiten.

Ich würde zwischen Vorlesen und selbst Erzählen unterscheiden. Beide Varianten sind sehr gut und wichtig. Die Kinder erleben trotzdem zwei unterschiedlichen Lerneffekte.

Beim Vorlesen haben die Kinder die Möglichkeit die Bilder anzuschauen und den Text gleichzeitig mitzufolgen. Wir, als Erwachsenen sind dabei Vorbild. Die Kinder werden ermuntert, neugierig fürs spätere Lesen lernen in der Schule gemacht. Eine Geschichte kann mehrmals vorgelesen werden, ohne es zu verändern, welche ständige Wiederholung für einige Kinder noch sehr wichtig ist. Das selber Erzählen finde ich persönlich fast wichtiger als das Vorlesen.

Wie es bei uns läuft:

Vor dem Bett gehen ist eine Rituale, eine kurze Geschichte zu erzählen. Am Mühsamsten ist, wenn meine Tochter (6) sich wünscht, etwas von mir zu erzählen, denn es ist schon eine sehr späte Zeitpunkt (für mich 20-21 Uhr) und ich warte auch sehr begehrt darauf, endlich mal ins Bett zu kommen oder mit anderen Sachen zu beschäftigen. Es lohnt sich aber trotzdem, mit einer Gute Nacht Geschichte oder mit einem Lied, den Tag schön auszuklingen. Mein Kind ist glücklich und ich kann auch ruhiger den restlichen Abend für mich oder für uns zusammen mit meinem Mann haben. Und die anderen drei Kinder 12, 13, 15 brauchen diese „ins Bett bringen“ nicht mehr, also die Zeit vergeht sehr schnell. Auch wenn es eine Klischee ist, ist die Wahrheit, wir müssen es solange „genießen“, solange die Kids es uns noch erlauben.

Aber bleiben wir beim Thema, also ich soll eine Geschichte von mir erzählen.

  • Erstens frage ich, worum soll die Geschichte gehen. Da müssen natürlich Drachen, Prinzessinnen etc. drin sein. Gut. Dann ist mein Vorschlag, ein Stück erzählst du, ein Stück ich. Das kann auch ein Spiel sein und entwickelt sich die Fantasie und Wortschatz des Kindes.
  • zweite Variante: Ich erzähle ein bekanntes Märchen und baue dabei Mathe Aufgaben ein. Also z.B.: Es war einmal ein König, der hatte zwei Apfelbäume im Garten und drei Apfelbäume vor dem Haus. Wie viele Apfelbäume hatte denn der König?
  • dritte Variante: Eine echte Geschichte von meiner Kindheit zu erzählen.
  • vierte Variante: Als du noch ein Baby warst.
  • fünfte Variante: Ein Lieblingstier in unserem Fall „Einhorn“, der sich etwas getraut hat, oder jemandem geholfen hat oder irgendetwas Gutes gemacht hat und dabei seine Flügel bekommen hat.

Auf jeden Fall ist es ganz wichtig, dass es nicht übertrieben wird. Also man muss nicht unbedingt etwas erzählen oder vorlesen. Wenn die Kinder keine Interesse haben, dann hat es nicht das erwünschte Effekt. Wichtig ist es, dass die Neugierde von den Kindern kommt und wir Erwachsene die Kinder damit in ihrer Interesse in die richtige Richtung lenken.

Kein Interesse mehr an Freunde und ich will jetzt nicht lernen...

Zuerst würde ich über die Freundschaften schreiben, weil es momentan die Quelle von anderen Problemen ist.

Auch, wenn die momentanen Regelungen wegen Corona die soziale Kontakte minimalisieren, ist es wichtig, dass die Kinder mit anderen gleichartigen Kindern treffen. Es muss nicht unbedingt persönlich sein, es kann auch virtuell per whatsapp, skype etc. stattfinden. Wichtig, dass die Jugendlichen und die Kinder einander dabei auch sehen können.

Später kam die Regelung, dass immer zwei Personen sich treffen durften….

Vielleicht haben es auch viele von euch erlebt, dass die Jugendliche (13-16 Jahre) kein Interesse mehr an die Freundinnen hatten und sie wollten nicht mal aus ihren Zimmern rauskommen… Dabei ließ vielleicht auch ihr Interesse nach der Schule nach, wobei sie früher eigentlich gute Schüler waren…

Als ich in die Situation mit meiner Tochter geriet, holte ich mir von einem Kinderpsychologe Blog Hilfe. (Gyermekpsychologusblog.hu) Nach der Psychologin ist es ganz wichtig, dass wir die Jugendlichen ermuntern, den Kontakt mit ihren Freundinnen zu halten. Viele Familien bleiben trotz Lockerungen noch vorsichtig und lassen die Kinder noch nicht mit dem Freund oder Freundin zu treffen. Es ist wichtig, dass wir Interesse an die sozialen Kontakte und/oder Beziehungen von unseren Kindern zeigen.

Ganz konkret in unserem Fall, als meine Tochter sich nur noch in ihrem Zimmer bewegt hat (und es kam wirklich sehr schnell, fast von einem Tag auf den anderen), habe ich Rat von der Psychologin geholt. In einem Video hat sie erklärt, dass es wichtig ist, dass wir Eltern die Kontaktwiederaufnahme mit den Kindern fördern und fordern.

Ich muss zugeben, wir leben mit unseren Kindern sehr harmonisch zusammen und es war auch für mich sehr überraschend und neu. Ich war deshalb auch selbst mit der Situation überfordert, wusste wirklich nicht, wo meine Grenzen sind, wann darf ich sie stören, vielleicht braucht meine Tochter nur Zeit für sich.

Also nachdem ich mich beraten ließ, klopfte ich an der Tür meiner Tochter und anschließen in einem ruhigen Gespräch befragte ich sie:

  • Wie es ihr geht…
  • Warum sie nicht öfters unter uns ist…
  • Wie geht es ihr in der momentanen Situation…
  • Ob sie schon mit Freunden gesprochen hat und was halten die Freunden von einem Treffen…
  • Ob sie es mal versuchen würde, auch mit meiner Hilfe mit anderen Freundinnen zu treffen, Kontakt aufzunehmen…

Über die Schule stellte ich sie extra nicht keine Frage, weil ich es wusste, dass die Probleme ganz woanders liegen und erst, wenn die grundlegenden Ursachen gelöst werden, dann kann sie sich auf die Schule konzentrieren.

Bei einem solchen Gespräch ist auch immer wichtig, dass wir unsere Fragen auf die andere Person richten, Interesse gegenüber ihr/ihm zu zeigen.

Die sogenannten „Ich Botschaften“ würde ich am Anfang des Gesprächs weglassen, diese sind für „kluge Kinder“ sehr überschaubar und sie wissen schon, dass wir sie manipulieren wollen. Vor allem, dass fast alle Pädagogen diesen „Trick“ verwenden.

Mit den „Ich Botschaften“ meine ich z. B. „Mir ist es ganz wichtig,…… ich würde es schön finden…..usw… Diese haben mir sowieso nie gefallen.

Es ist viel schöner, wenn man natürlich mit den Kindern redet, dabei Ehrlichkeit, Interesse, Gefühle und vor allem Liebe zeigt.

Also unser Gespräch ist sehr gut ausgegangen, meine Tochter traf die Entscheidung, andere Freundinnen zu treffen und nach einer Woche darauf konnte sie sich auch auf die Schule besser konzentrieren.

Taschengeld

* Ab welchem Alter geben wir unseren Kindern Taschengeld und wieviel?

  • Was alles unser Budget erlaubt? Nicht zu viel! Aber nicht zu wenig!
  • Es ist vom Jugendamt festgelegt.
  • Soll man diese Richtlinien folgen?
  • Was die Kinder von diesem Taschengeld finanzieren können, dürfen und müssen?

Und… wenn die Kinder ihr Taschengeld für „Blödsinn“ ausgeben…vielleicht für wirklich ungesunde Sachen …. Cola, Energiedrinks sind noch harmlos… aber ist es eben nicht der Anfang von Zigaretten, Alkohol und Drogen? …. Vor allem wenn manchmal die Klamotten und das Zimmer nach Rauch stinkt.

Die Richtlinien fürs Taschengeld hat das Jugendamt ausgegeben…. Und wer hilft, wenn wir damit in Probleme geraten? Na? …Selbstverständlich das Jugendamt…. Neulich ging ich ins Zimmer von meinem „Großen“ (15)…. Eigentlich wollte ich die Kleine (6) in ihrem Zimmer anschauen, ob sie zugedeckt ist und ruhig schläft… manchmal muss sie noch einmal aufs Klo etc… Es war, dass mein großer Sohn noch um 23:00 Uhr nochmals auf Klo musste und er hat dabei ein Papierfetzen in seiner Hand versteckt…. Weil ich meistens alleine die Wohnung putze, habe ich ihn befragt, was er in seiner Hand hält und was er damit in der Toilette vorhat. Nicht, dass er es in die Toilette schmeißt und damit noch die Toilette verstopft…. Dabei spürte ich auch starken Zigarettenrauch in der oberen Etage, wo alle vier Kinder in eigenen Zimmer schlafen…

Ich muss es ehrlich zugeben, ich war auch nicht sicher, ob es nicht vom Nachbar oder von uns kommt. Unser Haus hat noch einen Wintergarten und dort habe ich es auch gespürt…

Ganz schön gruselig nee? Also, während mein großer Sohn auf Klo war, wagte ich es mir und ich ging in sein Zimmer. Ich habe dort die Schränke geöffnet, die ich noch nie geöffnet habe…. Also jede Menge… besser gesagt Unmengen von Energie Drinks fand ich. Ich war etwas fassungslos…

Jetzt kommt mein Mann noch ins Bild. Wobei ich es ihm erzählte, befragte er mich ob ich nicht mal in meiner Kindheit so war, dass es OK wäre…. Usw… OK! ABER NICHT AUS MEINEM GELD!! Also dafür gibt es kein Taschengeld!

Aber wieviel Taschengeld ist nochmal in Deutschland vom Jugendamt vorgeschrieben?

Kindesalter Empfohlenes Taschengeld
4 – 5 Jahre 0,5 Euro pro Woche
6 - 7 Jahre 1,50 – 2 Euro pro Woche
8 – 9 Jahre 2 – 3 Euro pro Woche
10 – 11 Jahre 13 – 16 Euro pro Monat
12 – 13 Jahre 18 – 22 Euro pro Monat
14 – 15 Jahre 25 – 30 Euro pro Monat
16 – 17 Jahre 35 – 45 Euro pro Monat
18 Jahre 70 Euro pro Monat

Quelle: https://www.taschengeldtabelle.org/

Ja, hier kann man es gut erkennen, dass selbst die Kleinen 4-5 Jahren schon ein wöchentliches Taschengeld von 50 ct bekommen mussten.

Also, wenn die Kinder mit Geld in den Kindergarten kommen, müssen wir ganz und gar nicht wundern, das Jugendamt hat es vorgeschrieben bzw. empfohlen.

Halt! Den Erzieherinnen ist es Gott sein Dank nicht vorgeschrieben, dass wir aufs Taschengeld von Kindern aufpassen müssen. Also, wenn es im Kindergarten während der Freispielzeit weg ist, dann ist es weg. Nun tatsächlich gibt es Kinder, die mit Geld in den Kindergarten kommen, sie wissen aber selbst nicht, was sie damit anfangen müssen….

Da frage ich mich wirklich was die Kinder aus diesem Taschengeld finanzieren werden, müssen, können, dürfen und was nicht…..

Keine Angst, hierfür bekommen wir auch Antwort! :

* Spielsachen

  • Süßigkeiten
  • Zeitschriften

Übrigens, wenn man auf der Internetseite (https://www.taschengeldtabelle.org/) auf diese drei Buttons klickt, gelingt man sofort auf Amazon, oder jakoo und anderen ähnlichen Seiten.

Weiter geht’s:

Auch außerplanmäßige Freizeitaktivitäten wie beispielsweise ein Besuch im Zoo oder im Kino sollten vom Taschengeld bezahlt werden. Demgegenüber ist es anzuraten, dass die notwendigen Ausgaben des Alltags wie etwa Ausgaben für Schulsachen auch weiterhin von den Eltern bezahlt werden und nicht zu Lasten des Taschengelds gehen. Andernfalls besteht nämlich die Gefahr, dass die Kinder an der falschen Stelle sparen und beispielsweise auf den Kauf von Schulsachen verzichten und stattdessen lieber Süßigkeiten kaufen.“ So und jetzt kommt, was für unsere Familie eigentlich überhaupt nicht relevant ist! : Das Deutsche Jugendinstitut (dji) empfiehlt die Vereinbarung eines Budgetgelds ab einem Alter von 14 Jahren, da Jugendliche dann bereits alt genug sind Kaufentscheidungen eigenständig treffen können und in der Lage sind, sich das zur Verfügung gestellte Geld einzuteilen.

Also…. Noch einmal zurückgekehrt zu unserer Geschichte. Ich ging ins Zimmer von meinem 15 jährigen Sohn, der eigentlich „bereits alt genug“ sein müsste, „Kaufentscheidungen eigenständig treffen zu können“.

Na, und was sehe ich? Der Schrank ist voll mit Energie Drink Dosen, Cola Flaschen, Eis Tee Flaschen.

Nein, Zigaretten, Alkohol und Drogen habe ich nicht gefunden. Ich schrieb nicht, er macht es nicht, ich fand es nur nicht!!

Ja und ich habe überlegt, was mache ich jetzt, weil Taschengeld ja Taschengeld ist, es wäre falsch dies nicht zu geben, schließlich hat es ja das Jugendamt vorgeschrieben😊

Unsere Kinder besitzen vorbildlich ab den 12 Lebensjahren ein Konto mit Bankkarten. Juhu, !!! Da kann man Geld monatlich überweisen. Geht ja ganz leicht, man muss per onlinebanking einen Dauerauftrag machen, mit TAN Generator bestätigen und los geht`s.

Ich habe mich immer gefreut, als meine Kinder (drei 11, 13, 15) zusammen mit dem Stadtbus in die Stadtbücherei gefahren sind und haben dann noch etwas in dem nahe gelegenen Elektrogeschäft gekauft…., dann haben sie noch ein Eis geschleckt und den Bus haben sie selber auch bezahlt.

Es war toll! Sie sind selbst darauf gekommen, dass sie mit der Bankkarte kein Eis und kein Döner kaufen können, sie müssen zuerst zur Bank gehen, Geld abheben und so weiter shoppen.

Die Kinder lernen aber sehr schnell und sehr leicht, was sie brauchen, oder schon vorhin von ihren Schulkameraden sahen, kaufen sie auch sehr leicht.

Und es ist wirklich die Wahrheit, wir brauchen die Welt nicht rosa zu bemalen, alle wissen, dass vor den meisten Schulen (ja, auch in Deutschland leider) Drogen verkauft werden.

Und diese weiß ich von meinen eigenen Kindern. Diese Rauschmittel werden nicht selbst von Händler verkauft, sondern von anderen Schülern, die schnell Geld damit verdienen wollen um weitere Drogen zu kaufen.

  • Ich weiß, dass viele Eltern den 15 jährigen zum Geburtstag E-Zigarette kaufen.
  • Ich weiß, dass viele Schüler Alkohol in die Schule nehmen um zu ihrem Geburtstag in der Schultoilette anstoßen können.
  • Ich weiß, dass viele Schüler Waffen von ihren Eltern in die Schule mitnehmen um es den anderen Kindern zu zeigen oder anderen jüngeren Kindern ihre Macht zu zeigen.

Ja, die Welt ist hart und in diesem Fall müssen wir die Fragen stellen, soll ich immer die Regelungen befolgen?

Ich? (in meiner Geschichte) Ich habe überlegt. Soll ich den Dauerauftrag stornieren? Nicht vergessen, ich habe zwei Pubertätskinder, sie sind in sehr guten Kontakt und sie helfen einander mit Geld auch. (Ja, die Kinder leihen auch in der Schule einander Geld aus, bloß jetzt ist aufgrund Corona noch keine Schule für die 8. Klasse)

Also ich habe beschlossen, die Bankkarten von meinen beiden Kindern einzusammeln. So kann ich doch die Vorteile der Vorschriften des Jugendamtes genießen. Die Kinder bekommen nämlich weiterhin ihr Taschengeld, nun ihr Konto beaufsichtige ich, solange sie wieder zur Normalität und Ehrlichkeit zurückkehren können.

Scheidung und wie wir es den Kindern erklären

Obwohl das Thema mich nicht betrifft, würde ich jetzt über die Scheidung schreiben.

In den letzten Jahren während meiner Berufslaufbahn dachte ich, dass wir langsam keine normale Familie sind. Papa, Mama, Kinder… Nein, nein. Das passt nicht zu unserer heutigen Trend-Patchwork-Gesellschaft. Doch es kommen sehr oft Eltern in Kindergärten verzweifelt zu den Erzieherinnen. Sie suchen scheinbar überall Hilfe.

Es ist ein sehr wichtiges Thema und ich denke es gibt wenig Hilfestellungen für die Eltern oder besser gesagt, die Betroffenen bekommen zu spät Hilfe.

Vor allem möchte ich beschreiben, wie eine Scheidung die Kinder betrifft und wie die Eltern es den Kindern interpretieren können, deshalb würde ich in diesem Thema die Kinder in den Mittelpunkt stellen.

Es gibt unterschiedliche Familien, Patchwork Familien, Familien mit offener Beziehung und andere. Deshalb kann dieses Thema aus unterschiedlichen Aspekten detailliert werden.

Ich würde jetzt beschreiben, wie es die Eltern den Kindern mitteilen könnten, dass sie scheiden werden und ob sie etwas über den Grund der Scheidung den Kindern sagen sollten.

Auch, wenn die Familien unterschiedliche Probleme haben, ist es sehr gut und hilfreich, mit anderen, die in ähnlichen Situationen sind, einen Austausch suchen. Es gibt natürlich Menschen, die ihre Probleme in sich schließen und nichts nach außen zeigen. Aber für andere, die gerne ihre Probleme mit anderen besprechen und sie fühlen, dass es ihnen auch hilft, ist diese Methode sehr hilfreich.

Es ist eine glückliche Situation, wenn die Eltern die Entscheidung also die Scheidung zusammen, gleichzeitig haben und sie möchten nur noch wissen, wie sie es dem Kind mitteilen.

Grundsätzlich ist es aber für jedes Kind ein Trauma.

Auch wenn es sich um eine Beziehung handelt, wo einer dem anderen Schmerzen zufügt, ist es für die Kinder die Normalität und sie fühlen sich dabei sicher. Also besser gesagt, egal, welche Probleme in der Familie sind, die Familie gibt den Kindern Sicherheitsgefühl.

Also für das Kind ist eine Scheidung immer eine Trauma. In welcher Tiefe, ist unterschiedlich. Auf jeden Fall ist es wichtig, die Scheidung den Kindern auch erzählen. Das Schlimmste ist, wenn der Papa oder die Mama von einem Tag auf den anderen auf einmal nur auszieht, nimmt vielleicht auch das Kind mit. Es ist eine sehr radikale Lösung.

Wichtig ist also, dem Kind zu erzählen, welche Veränderungen zu erwarten sind.

Nämlich, dass beide Elternteile zusammen mit dem Kind sprechen. Warum? Wenn nur ein Elternteil mit dem Kind über die Veränderungen spricht, dann wird das Kind in den meisten Fällen den Elternteil beschuldigen, der die Tatsache ihm erzählt. Deshalb lohnt sich die Mühe zu nehmen und diese dem Kind zusammen zu erzählen.

Ideal wird die Tatsache der Scheidung sogar zu einem Zeitpunkt dem Kind interpretiert, wo das Kind am kommenden Tag nichts vorhat. Also es muss z.B. nicht in die Schule gehen, kann die Zeit noch trotz allem mit Mama und Papa zusammen „genießen”. Es gibt den Kindern nicht nur Sicherheit, sondern auch Möglichkeit, dass sie auf ihre Fragen und Ängste Antwort bekommen. In einem noch glücklicherem Fall wird die Scheidung dem Kind erst erzählt, als die Eltern schon konkrete Tatsachen wissen. Also wer bleibt im Haus, wo wird das Kind schlafen, wie wird sein Zimmer ausschauen wie oft darf es noch zu dem anderen Elternteil kommen. Also wirklich nur einfache, praktische Sachen, was das Kind in der Zukunft erwartet.

Genauso haben die Kinder sehr oft schlechtes Gewissen. Sie könnten denken, dass die Eltern wegen sich scheiden, dass sie selbst schuld an die Scheidung sind..

Es möge vielleicht sein, dass sie nicht mal so fern von der Wahrheit sind. Also z.B. ein Elternteil erlaubt dem Kind länger Fernseher zu schauen, der andere nicht und das Kind kann leicht denken, dass sie daran schuld ist. Es kommt vielleicht banal vor, aber die emotionale Bindung der Kinder bleibt weiterhin genauso. Also das Kind wird ein Elternteil genauso mögen, wie bisher und genauso das müssen auch bei der ersten Erzählung auch die Eltern dem Kind sagen, dass sie weiterhin der Papa und die Mama bleiben, es wird sich nie ändern. Also diese grundlegende Beziehungen sind für die Kinder wichtig.

Wie die Kinder darauf reagieren, ist unterschiedlich. Es gibt Kinder, die diese Situation noch überhaupt nicht verstehen oder sehr stark anfangen zu weinen, beleidigt in sein Zimmer geht und brauch in dem Fall mehrmaliges Sprechen.

Frage, was müssen wir bei diesem Gespräch dem Kind erzählen? Wichtig, dass die elterliche und die kindliche Ebene in dieser Situation getrennt werden. Einerseits die Kinder verstehen die partnerschaftliche Beziehungen noch nicht, also z. B. Wenn einer eine andere Verliebte hat.

Wichtig ist es, auf der elterlichen Ebene zu bleiben, dass die beiden Elternteile weiterhin Mama und Papa bleiben. Also ein Kindergartenkind kann mit der Tatsache, dass der Papa oder die Mama fremd gegangen ist und es hat seelische Folgen, noch nichts anfangen. Diese Begriffe kennt ein Kind noch nicht.

Man darf aber auf keinen Fall lügen.

Wichtig ist, die ganze Situation den Kindern auf der kindlichen Ebene zu klären. Also man kann dem Kind erzählen, dass der Papa und die Mama nicht mehr verliebt sind. Hier können Beispiele gebracht werden, wie z. B. Das Kind hat bestimmt auch Freund im Kindergarten, in wem es vielleicht verleibt ist …. Also solche Erklärungen könne eingebracht werden und vielleicht einem 5 jährigen Kind kann es erzählt werden… Und dass die Mama und der Papa sich nicht mehr lieben, aber sie bleiben weiterhin Freude und sie werden weiterhin für das Kind das sein.

Es ist sehr schön, was ich jetzt beschrieben habe.

In den meisten Fällen haben die Eltern heftige Streitigkeiten hinter sich, sie können sich vielleicht nicht einigen. Es ist aber im Interesse des Kindes sehr wichtig zu einigen, was sie bei diesem Gespräch dem Kind erzählen. Also, dass sie trotz allem, gemeinsam das Gleiche dem Kind erzählen, dass sie scheiden.

Sehr wichtig ist auch das Leben des Kindes nach der Scheidung, nun meiner Beobachtung nach regelt es in Deutschland das Jugendamt sehr gut.

Quelle: gyermekpszichologusblog.hu

Kinder wollen einfach leben

  • Was schenken wir unseren Kindern?
  • Welche Auswirkungen hat ein hektisches Leben auf die Kinder?
  • Wie können wir unseren Kindern dabei helfen ein einfaches Kinderleben zu gestalten?
  • Warum muss das Kinderleben vereinfacht werden?

Ursprünglich stammt die ganze Idee aus Amerika, wo die Kinder wirklich mit jeden möglichen Sachen Körperlich und Seelisch überlastet werden.

  • Hier sind die wichtigsten Punkte:
  • Wie ist das Kinderzimmer eingerichtet?
  • Womit verbringt das Kind seine Freizeit?
  • Wie viel Zeit verbringt das Kind mit Computer, Fernseher und mit ähnlichen Spielkonsolen.

Das größte Problem ist, dass die Kinder in ihrer Entwicklung sehr vielen Impulsen ausgesetzt sind, nämlich von Geburt an. Selbst die Neugeborenen erleben es häufig, dass im Hintergrund ständig der Fernseher läuft oder die Mama während Stillen ständig aufs Handy schaut. Aber auch, wenn die Zimmer mit zu vielen farbigen Bildern geschmückt sind, übermäßige Rasseln, Spielsachen, etc.

Genauso, wie es nicht egal ist, wie die Umgebung von den Kindern gestaltet ist, ist auch die Regelmäßigkeit also der Tagesrhythmus der Familie sehr wichtig.

Wenn man die Alltage der Familien betrachtet, sieht man, dass die meisten Familien ein sehr straffes Programm haben. Die Kinder gehen in unterschiedliche Sportvereine, Musikschulen, dann noch Arzttermine, Förderungen etc. Wenn die Familie hierzu keine feste Zeiten hat, wie z.B.: gemeinsame Essenszeiten, oder die Kleine geht erst nach dem Frühstück in die Badewanne, dann Buch erzählen und ins Bett…etc, kann sich das Kind in der rennenden Welt verlieren, vor allem sein Sicherheitsgefühl steht in Gefahr.

Die Großeltern erzählen oft, dass es früher nicht so viele Autos auf den Straßen waren und in den Geschäften konnte man auch nicht alles bekommen.

Das stimmt. Die Regale der Einkaufszentren sind voll mit Kindersachen, die meistens nicht nur farbig sind, sondern auch gut riechen oder eben schön kuschelig sind. Auf dieser Weise sind die Kinder auch unterschiedlichen Impulsen in der Öffentlichkeit ausgesetzt.

Die Kleinkinder sind in dieser Umgebung am meisten gefährdet, weil die Synapsen in ihrem Gehirn bis etwa zum fünften Lebensjahr noch nicht alle gebildet sind.

Deshalb sind die Frühförderungen in diesem Alter noch sehr effektiv, weil die Kinder in diesem Alter noch sehr offen auf neue Informationen sind, das Gehirn entwickelt sich noch. Wenn die Kleinkinder zu vielen Informationen, Impulsen ausgesetzt sind, kann sehr schädlich werden.

Die Eltern haben heute sehr viel Möglichkeit die Kinderzimmer einzurichten. Ganz viele Werbungen die zum Kauf aufrufen, so ist es sehr leicht in die Falle zu kommen, dass die übermäßige Spielsachen das ganze Haus bedecken.

…und natürlich die Spielsachen werden nicht nur von den Eltern gekauft, sondern kaufen die Oma, Opa oder Tante…

Aber keine Sorge, es gibt natürlich Lösung! Man kann z.B. die Spielsachen, die zu langweilig sind für eine Zeit aus dem Spielzimmer aufs Dach oder in den Keller schön in Kisten eingepackt für spätere Zeiten aufbewahren. Hilfreich ist außerdem, wenn die Spielsachen auch im Kinderzimmer in Kisten sortiert auf Regalen sind. Genauso die Bücher, CD-s oder Kuscheltiere. In einer solchen strukturierten Umgebung fühlt sich nicht nur ein Erwachsener besser, sondern auch die Kinder können mehr zur Ruhe kommen. Vor allem in der heutigen Corona Zeit, wo die Familie sehr oft zusammen zu Hause ist, ist es wichtig, ruhige Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder und auch für die Erwachsenen zu gestalten.

Die schlechteste Lösung ist, wenn man die Spielsachen einfach in den Müll wirft. Nach meiner Erfahrung ist es gut, wenn die Spielsachen ohne Kinder aussortiert werden, weil die Kinder natürlich alles behalten wollen. Man kann die ausgewachsene Spielsachen aber auch verschenken oder spenden.

Die nächste Frage ist, ob das Kind überhaupt Fernseher schauen darf, oder Tablet und wieviel?

Auf jeden Fall ist sehr wichtig, die Kinder von Inhalten für Erwachsenen zu schützen. Hier denke ich nicht nur an die Filme, sondern auch an die Nachrichten, welche nicht immer für Kleinkinder geeignet sind. Manchmal fällt es gar nicht auf, dass das Kind so eine Sendung geschaut hat und bekommt dafür keine genaue Erklärung. Er fängt an zu fantasieren und so ergeben sich komische, vielleicht auch Horrorgeschichten.

Die Kinder sind keine kleine Erwachsenen. Sie verstehen noch nicht alles und wenn sie Inhalte für Erwachsene schauen, dann verarbeiten sie es für sich anders, meistens denken sie sich andere Geschichten um das Gesehene aus. Wenn man an einen einfachen Werktag denkt. Die Familie steht auf, die Kinder und Eltern vorbereiten sich in die Schule und Kindergarten. Die Kinder gehen in die Einrichtung wo sie sich an die Verhaltensregel des Instituts anpassen müssen.

Also, wenn man sagt, das Kind war im Kindergarten und hat nur gespielt, praktisch in einem Kindergarten muss man noch nicht lernen, nur spielen… Es ist sehr anstrengend für die Kleinkinder, denn der Tagesablauf des Kindergartens ist nicht sein Tagesrhythmus. Das Kind muss sich an die jeweiligen Regeln anpassen. Also es kann nicht dann spielen, essen, in den Garten gehen, wann es will, alles hat seine Zeit in der Kindergesellschaft. Es gibt auch vielleicht Beschäftigungen, Spiele, Morgenkreis und natürlich das Freispiel mit den anderen Kindern.

Wenn das Kind nach einem solchen anstrengenden Tag nach Hause kommt und sein Zimmer mit Impulsen, mit unzähligen Spielsachen überfüllt ist, dann hat das Kind keine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Also, das Kind hat keine Möglichkeit tagsüber zur Ruhe zu kommen. Und hier wäre der Punkt, wo man über die vereinfachte Kindheit spricht.

Quelle: Dr. Bojti Andrea

Erste Hilfe

  • Wer hat schon mal zu Hause oder auch woanders erste Hilfe gegeben?
  • Wer hat eure Hilfe benötigt? Freund, eigenes Kind oder andere Personen?
  • Wie habt ihr reagiert, konntet ihr helfen?
  • ….und wann gehen wir mit unseren Kindern zum Arzt?

Ich habe heute sogar zweimal erste Hilfe gegeben. Nein, leider habe ich das Ganze nicht offiziell gelernt. Es ist so. Meine Kids sind bei der Wasserwacht Forchheim engagiert und ich helfe ab und zu ehrenamtlich bei Schwimmtraining. Auf dieser Weise habe ich Einiges von Erste Hilfe gelernt. Dank Wasserwacht Forchheim. Heute ist mein Sohn (15) mit dem Fahrrad gestürzt, hat sich sein Handgelenk verletzt und über Kopf gefallen. Nach einer Zeit rief meine große Tochter: „Oh man, der ist ja ganz blas im Gesicht“. Der Sohn sagte auch, dass er plötzlich nichts mehr hören konnte. Da wusste ich sofort… aha, wir haben es ja gelernt, hinlegen und Beine in die Höhe! Er hat vielleicht Schock und kann auch im besonderen Fall sterben…Da ging es ihm nach kurzer Zeit wirklich besser.

Ich finde es ist sehr wichtig, Eltern, pädagogische Personal auch in Schulen und Kitas diesbezüglich passend auszubilden. Leider ist es meiner Erfahrung nach noch immer nicht der Fall!! Aber wann gehen wir zum Arzt und wann nicht? Wie können wir es entscheiden, ob welche Erste Hilfe Maßnahmen richtig sind?

Ich bin leider auch kein Fachmann, aber ich werde hier einige Fälle beschreiben, was ich schon im Beruf oder zu Hause erlebt habe. Natürlich alles objektiv.

Wer schwache Nerven hat, muss vielleicht doch etwas anderes anfangen zu lesen..

  • Fahrradunfall

Fangen wir am Anfang an! Man muss nicht unbedingt Kinder haben, es langt, wenn man einen Fahrradführerschein besitzt. Was in Ungarn natürlich die Kinder (leider) nicht haben. Ich war dort, als Jugendliche, mit meinem ehemaligen Freund Fahrrad fahren. Der Berg war sehr steil, wo wir runtergesaust sind, und ein Stadtbus kam gegenüber. Mein Freund war zu schnell und ist gegen die Planke geprallt. Der Busfahrer hat ihn nicht mal bemerkt, ist weitergefahren. Die erste Autofahrerin hielt an, hat uns ihr Erste Hilfe Kästchen angeboten. Also, das Schlimmste war, sie wusste es auch nicht, was sie mit dem Zeug zu tun hat! Währenddessen lag mein Freund mit offenem Kopf auf dem Boden! Ein anderer Autofahrer hielt Gott sei Dank auch an und obwohl er auch nicht wusste, was mit dem Verbandkasten zu tun hat, hat aber ein Notruf betätigt. Der Notarzt kam in 20 Minuten. Währenddessen ist mein Freund aufgestanden und wollte mit voller Mut, dass es ihm nichts fehlt, mit offenem Kopf, nach Hause spazieren…. Sein Fahrrad, was ihm eigentlich sehr wichtig war, war auch uninteressant…. Na, und zum guten Schluss sind der Notarzt und auch ein Krankenwagen gekommen und er wurde richtig versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer vom Rettungswagen war so nett und hat auch unsere Fahrräder mitgenommen…

  • Unfall auf dem Schulhof

Ich war in einer Grundschule tätig, als Lehramtsanwärterin. Es war der letzte Tag vor Faschingsferien. Alle Lehrer sind entweder früher gegangen oder haben im Lehrerzimmer angestoßen etc… Es war die letzte Pause vor, alle freuten sich auf die Ferien, sogar die Kids im Pausenhof. (Na, und ich war im 4. Monat schwanger mit meinem 4. Kind), ich habe alleine auf die Kids im Pausenhof aufgepasst…. Ja, von dreihundert Kindern waren locker hundert noch da. In einer solchen Situation kann man auch nicht alle Kids sehen, es ist unmöglich, vor allem, wenn man alleine ist. Plötzlich kam ein Junge, dass sein Kumpel auf einem Ast hängen geblieben ist und,dass er stark blute. Dann führte er mich zu seinem Freund, der tatsächlich mit dem Kopf im Ast hängen geblieben war! Also, im Moment war es für mich egal, dass ich schwanger bin und ich nicht heben darf…. Ich hob das Kind auf und brachte in die Sekretariat, wo gerade alle Lehrer mit Sektgläser anstießen….

  • leichte Verletzung

Wie alle Eltern, wir haben auch zu Hause Unfälle erlitten. Hier ein Fall, wo man doch nicht unbedingt zum Arzt gehen muss. Meine Tochter war anderthalb und ist mit ihrem Laufrad gegen den Zaun gestoßen. Ihre Lippe ist aufgerissen und hat stark geblutet. Ich war vor dem vielen Blut so erschrocken, dass ich sofort zum Arzt ging. Der Arzt ist nicht mal herausgekommen, sondern die Assistentin machte meine Tochter sauber. Seitdem weiß ich, dass die Lippe immer sehr stark blutet und muss nicht unbedingt zum Arzt wenden, außer wenn die Zähne verletzt sind…

  • Nasenbluten

Ich erlebe fast jeden Tag, dass die Kinder Nasenbluten haben!

Bitte! Wenn es stark blutet nicht nach hinten kippen sondern vorne (den Kopf) und ein Kühlbeutel (ist in jeder Einrichtung vorhanden), also hinten den Hals kühlen… Wenn die Blutung nicht aufhört, oder dem Kind schlecht wird, dann doch Eltern anrufen!!

  • Platzwunde

Wir hatten eine Platzwunde am Kopf…..und ich war der einzige in der Gruppe, der das versorgen konnte. Na? Wisst ihr, wie es geht? Ich habe einen Druckverband gemacht. Ich habe es einmal bei der Wasserwacht gesehen. Ich bin stolz nach Hause gekommen und meinen großen Kids erzählt, wie ich es gemacht habe. Die Reaktion: „Nein Mama, du hast es falsch gemacht… Du sollst erst waagerecht um dem Kopf herum und dann senkrecht binden, nicht dass du den Hals verletzt.“ Ich habe es andersrum gebunden und habe leider auch keinen Sterilverband gefunden…..

  • Ertrinken

Als meine Tochter 2,5 Jahre alt war, waren wir im nahegelegenen Bauernhof Urlaub. Weil das Wetter so schön war, sind wir ins Bad gegangen. Wir hatten drei Kids. Mein Mann hat auf das 4 Monate alte Baby aufgepasst und ich wollte meinem 4 jährigen Sohn beibringen, wie er schwimmen kann. Meine Tochter (2,5) dachte sich, sie zieht auch ihre Schwimmflügel aus und springt ins Wasser… Um uns herum waren mindestens zehn Personen im Wasser und der Schwimmmeister draußen. Keiner hat etwas gemerkt. …!!! Ertrinken ist immer leise! Es ist nie laut nur in den blöden Filmen! … selbst, wo ich meine Tochter rausgezogen habe und sie das Wasser gehustet hat, hat keiner etwas gemerkt. Wir waren ratlos….Es war peinlich…Wir hatten Angst…Doch wer war schuld? Muss man im Moment Schuldige suchen oder einfach erste Hilfe geben? Schließlich haben wir Notarzt gerufen….

  • Unfall mit dem Einkaufswagen

Ich war mit drei Kindern einkaufen. Meine Kleine, damals noch Baby, setze ich im Einkaufswagen vorne, meine Tochter 2,5 im Wagen und mein Sohn (4) wollte dann auch nicht laufen, hat sich ausgedacht, es wäre schön, unten im Einkaufswagen hinzulegen…. Wer sich es vorstellen kann, drei Kinder im Einkaufswagen und wo es unten flach ist, da liegt noch ein Kind. Also bitte macht es nicht nach! Mein damals vierjähriger Sohn hatte noch einen nicht aufgeblasenen Luftballon in der Hand und hat den fallen lassen. Er wollte nachgreifen und ich schob den Wagen… Im Moment war es zu spät, schubs, war der Einkaufswagen mit zwei anderen Kindern, mit eingekauften Sachen und mit seinem Gewicht auf seiner Hand… Der Einkaufswagen voll mit Gefriersachen…. Also wir sind zur erste Hilfe vor Ort gegangen (Globus Forchheim), dann haben wir sehr schnell bezahlt und zum örtlichen Medikon gegangen…

  • Immer erste Hilfe Paket dabei!

Ich war mal auch Tagesmutter vom Jugendamt und ich hatte meine 3 Kinder und noch 4 zusätzliche Kinder. Meine Kinder waren 5, 6 und 3 und meine Tageskinder etwa 4, 6, 5 und 3. Wir sind an einem schönen winterlichen Tag zum Schlitten fahren gegangen. Mein Dreijähriger ist immer mit meinem 6 Jährigen runtergerutscht und sie konnten schon mit dem Schlitten bremsen und lenken. Meine Tochter (5) war mit dem Tageskind auch (5) befreundet. Die Keine (3) Tageskind wollte nur im Kinderwagen und um mich herum sein. So habe ich mich vertraut, dass die sechsjährige Tageskind auch alleine dem Hang runtersausen kann…… Aber plötzlich wurde sie von einer fremden Frau hochgebracht, die ebenfalls mit ihren Kindern Schlitten fahren war. Sie ist wohl hingefallen und ein anderes Kind ist über ihre Hand gefahren. Ihre Hand schaute wirklich schlimm aus. Blau, rötlich mit Bluterguss, Haut abgekommen. Also ich habe alles mitgenommen. Wechselkleid, Windel für Wickelkinder, warme Getränke, Kekse usw. … aber kein Verbandskästchen. Vielleicht Taschentuch. Nun keiner hatte am Schlittenberg Verbandskästchen oder ähnliches dabei! Gott sei Dank war unser Wohnort nur fünf Minuten weit entfernt, so konnten wir schnell nach Hause gehen und die Eltern von dem Mädchen benachrichtigen.

Wie sich berufstätige Eltern fit halten

Die Corona Zeit verliert langsam die Bedeutung, die meisten Familien können zum ursprünglichen Standardleben zurückkehren.

Ziele und Werte ändern sich, worüber ich jetzt schreiben werde.

Als Erstes schreibe ich, was eigentlich Ziel von meinem Homepage geworden ist. Die Seite schreibe ich ganz allein, ohne Hilfe! Je, nach Interesse recherchiere ich nach den einzelnen pädagogischen, psychologischen Themen, sammle und denke selbst kreative Sachen aus. Deshalb hat die Seite weder finanzielle, noch andere publizistische Aufgabe. Ein Ziel hat es jedoch für mich. Ich habe dadurch sehr viel gelernt. Durch das viel Nachlesen, Fragen und andere ähnliche Blogseiten habe mich quasi vielseitig weitergebildet.

Die Artikel kann ich natürlich auch nur abends schreiben, wo meine Kids schon schlafen, also ich habe in dem Sinne auch ganz viel Energie investiert.

Die Gesundheit bekommt in dieser nach Corona Zeit mehr Wert. Man kann auch nicht so leicht zum Arzt gehen, bzw nicht so schnell ein Termin beim Facharzt bekommen. Als berufstätige Eltern haben wir eine größere Herausforderung und es ist eine Doppelbelastung. Dennoch ist es sehr wichtig, dass wir zwischendrin trotzdem Pausen haben und nicht nur zwischen Familie und Arbeit wechseln.

Jeder muss auch für sich entscheiden, was ist wichtiger, Familie oder Beruf oder Beides. Wollen wir Karriere aufbauen oder eben unser Leben den Kindern widmen. Diese Fragen haben sich in der letzten Zeit bei mir formuliert, worüber ich jetzt schreiben möchte. „Wie sich berufstätige Eltern fit halten”

Ich höre die Frage sehr oft „WiemachhstdudasmitvierKindern?”.

Ja, ich mache das. Und wie, das werde ich jetzt in Punkten zusammenfassen.

  1. Für mich ist die Familie wichtig, deshalb habe ich einen Halbtagsstelle in der Nähe.

  2. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, versuche ich eine halbe Stunde Pause einzuräumen. Es kann man unterschiedlich lösen. Z.B.: man bucht die Kinderbetreuung eine Stunde länger. Oder wenn es nicht möglich ist, dann und im absoluten Notfall kann man für halbe Stunde den Fernseher laufen lassen. Es ist immer weniger schädlich, als eine Mutter, die momentan fertig mit der Welt ist. (Oma, Opa haben wir nicht)

  3. Auch Mütter und Väter sind Menschen. Ich gehe zwar nicht in die Disco oder in die Kneipe, aber ich habe auch Hobbies. Wenn die Betreuung anders nicht organisierbar ist, dann lohnt es sich ein Babysitter zu suchen.

  4. Weiterbilden, Lesen ist auch sehr wichtig.

  5. Eine Idee, mal Freunde einzuladen und ab und zu mit anderen Familien austauschen und gegenseitig Kinder voneinander betreuen.

  6. Man darf Haushalt, Kochen, Einkaufen auch nicht vergessen. Für diese habe ich ein Plan aufgestellt. Ich putze die Wohnung nicht jeden Tag und kochen muss man auch nicht immer, man kann das Essen, was übrig geblieben ist, abfrieren und an Tagen, wo keine Zeit fürs Kochen bleibt, auftauen.

  7. Die Kinder können und müssen in die Haushaltsarbeit auch involviert werden. Es ist auch sehr wichtig und ich habe schon hierüber geschrieben. Wir haben mit meinem Mann eine Regel aufgestellt. Nach den Mahlzeiten räumt jeden Tag ein Kind von den drei Größeren auf. Immer der Nächste ist an der Reihe.

  8. Tagesablauf mit den Kindern ist nicht nur für die Kindern, sondern auch für uns Eltern sehr wichtig. (Bei uns sind alle um acht Uhr im Zimmer, die Jüngeren schlafen)

  9. Sportvereine, Musikschulen, etc…. Ich glaube über dieses Thema werde ich einen neuen Text schreiben. Nur soviel dazu, dass ich nach langen Jahren sehr viel bzgl. Sport mit meinen Kindern mitmache, somit ist es auch für mich ein Hobby geworden.

Karriere:

Dieses Thema ist vor allem für die Mütter, die aus anderen Ländern nach Ausland ziehen, weil der Ehemann eine super gute Stelle in Deutschland bekommen hat. Das Problem in dieser Situation ist, dass diese Familien meistens ohne Oma und Opa nach Ausland kommen. Die Sprache ist bei den gebildeten Menschen meistens kein Problem, aber die Ausbildung….

Ich hatte eine Kinderärztin Freundin aus Budapest. Die Familie kam mit vier kleinen Kindern nach Deutschland. Das Diplomanerkennung war einfach zu kompliziert und neben vier Kindern schwer. Dann erzählte mir meine Freundin einmal, dass es ihr doch gelungen ist, ihr Diplom sei nun anerkannt und hat eine Stelle auf 450 € Basis! Es ist doch lächerlich!

Es ist außerdem eine traurige Geschichte, wobei meine Freundin am Sterben liegt, weil sie eine super seltene Krankheit Namens ALS hat.

Es gibt natürlich Ausnahmen und positive Berichte. Die meisten Fälle enden mit gesundheitlichen Schäden. Man ist zwischen Familie und Karriere, möchte den Erwartungen anpassen die Papiere anerkennen, doch ist es unmöglich, weil man schon alles im Leben verplant hat. Kinder, Familie und berufstätige Ehemann. Nun ist auch Ähnliches mit mir passiert und ich erlebe diese leider Tag für Tag!

Die positive Verstärkung

Einfach mal „Danke!” sagen….. Ist es so schwer? Manchmal braucht man nicht mehr, oder nur „Das hast du wirklich gut gemacht”, hast du dich wirklich gut engagiert”… Manchmal braucht man nicht mehr …. Es würde auch vielleicht viel verhindern, wie Konflikte und Machtkämpfe. Weil manchmal braucht man wirklich nicht mehr, nur als etwas Anerkennung, oder Wertschätzung….

Aber fangen wir von vorne bei den Kindern an.

Fallbeispiel 1.:

Vielleicht weiß es jeder von euch, oder wenn nicht, dann schreibe ich, dass ich eine Ungarin bin, die vor 13 Jahren aus Ungarn nach Deutschland gezogen ist. Damals waren meine zwei Kinder 2,5 und 9 Monate alt. Es war alles super schön, bis die ersten Kritiken eintrafen. Die Kinder haben kein Lob bekommen, sondern nur Kritik!! Mir als Mutter ist es zumindest so angekommen. Dann landete mein Großer bei der Frühförderung, wo er eine liegende Achtel so oft, wie möglich, nachmalen musste. Währenddessen haben wir ein Elterngespräch mit der Frühfördererin durchgeführt…. Ich sprach den örtlichen Dialekt auch nicht richtig (obwohl ich dann schon gut Deutsch sprechen konnte)… Egal, ich habe halt nicht viel verstanden, aber da wurde nicht viel nachgehackt. Währenddessen wurde meinem 4 jährigen Sohn so langweilig, dass es von dem liegenden Achtel einen Spinnennetz und eine Sonne gemalt hat. Ich, als Mutter war wirklich überwältigt, nicht so die Therapeutin. Sie sagte: „Das war nicht deine Aufgabe…”

In dieser Zeit waren wir sehr oft auf Spielplätzen, weil wir in einer kleinen Stadt gewohnt haben, wo wir keinen Garten hatten. So habe ich eine Grundschullehrerin getroffen, die meine Aussagen, Erzählungen bestätigt hat, war komplett mit mir einverstanden, dass die Kinder in den Schulen und Kindergärten wenig gelobt werden. Aber warum?

Ja, leider spricht auch mein Montessori Diplom auch dagegen, wo man sagt, nach dem „Polarisation der Aufmerksamkeit”, also, nachdem die Kinder länger mit einem Spiel gespielt haben und es gelungen ist, das Spiel oder den Puzzle aufzubauen, brauchen die Kinder keinen Lob mehr, sie sind nämlich selbst genug stolz und wissen Bescheid. Damit bin ich leider nicht einverstanden.

Fallbeispiel 2.:

Meine große Tochter war in drei unterschiedlichen Grundschulen (leider), weil wir so oft umgezogen sind. In keiner Schule wurde das Kind richtig gelobt. Sie kam in die Schule, dass sie schon lesen und schreiben konnte.

Wir Erwachsenen werden auch wenig gelobt. Sehr oft höre ich, wenn du etwas richtig machst, dann wird es nicht gemeckert. Wenn du etwas falsch machst, dann bekommst du den Ärger. Am Besten machst du nichts, oder nur zu wenig, dann passiert dir nichts, weil nur die Menschen können Fehler machen, die etwas arbeiten…

Selbst in der Hundeschule habe ich gelernt: es gibt positive Verstärkung, positive Belohnung negative Verstärkung und negative Belohnung…

Ja, bei Hunden üben wir es. Aber was bedeuten diese Wörter?

Positive Verstärkung: Lob, Anerkennung, Reiz

Positive Belohnung: Mehr Gehalt, Schokolade, Geschenk

Negative Verstärkung: Schimpfen, bei Menschen Kritik

Negative Belohnung: kein Futter, kein Körpernähe bei Hunden, bei Menschen keine Anerkennung oder keine Wertschätzung

Was denkt ihr, wenn ihr mein Text gelesen habt, was ist am Schlimmsten und was am Wichtigsten?

ADS/ADHS und meine Erfahrungen

Wenn du denkst, dass du alleine damit bist… Wenn du dich schämst… Wenn du denkst, warum es bei euch passiert… Und du gleichzeitig viel nachliest, warum, was und wieso…

Schon am Anfang möchte ich erklären, ich bin kein Psychologe. Wie ich es schon früher schrieb, ich studierte Lehramt für Grundschulen. Das Studium enthielt auch ganz intensiv Psychologie. Dieses Thema war leider nicht oder noch nicht dabei.

Ich möchte hier deshalb nur meine Erfahrungen, Meinung und die dabei erlebten Gefühle beschreiben.

Meine Erfahrungen von früher, als ich noch keine Kinder hatte, bzw. selbst das Problem nicht hatte: In den Schulen und Kindergärten sind diese Kinder meistens I-Kinder, also Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf, Inklusionskinder. Kinder mit ADS oder ADHS sind in Regelschulen wenig vorhanden oder werden die Probleme von den Eltern verschwiegen…

Dies kann ich mit Tatsachen begründen: In der Grundschule, wo ich meine Lehramt Anwartschaft absolvierte, waren keine Kinder mit Konzentrationsstörung und Hyperaktivität (oder nicht gesagt, dass sie diese Probleme haben). Wir waren jedoch in der Förderschule zu Besuch, wo es der richtige Trend war. Also Kinder mit Förderbedarf, ADS und ADHS…

Genau zu dieser Zeit fingen die Probleme bei meinem Sohn (2,5) an.

Wir erziehen unsere Kinder zweisprachig, daher ist mir und den Ärzten das Problem, Sprache, also dass mein Kind nicht viel außer Mama und Papa spricht, nicht aufgefallen. Die Ärzte haben auch gesagt, das Kind braucht mehr Zeit. Bis ich meine Einstellung als Lehramtsanwärter in Schule bekam und mein Kind den Kindergarten anfangen musste.

Nach einem Monat haben mich die Erzieherinnen und die Kita Leiterin zusammen aufgeklärt, das Kind gehöre nicht in den Regelkindergarten. Ich sollte eine kleinere Gruppe für Kinderbetreuung suchen. Sie wissen selbst nicht, ob sie in der Einrichtung dem Kind richtig und gerecht, gut helfen können oder nur noch mehr Schaden zufügen.

Sie haben während dem Gespräch Situationen geschildert, wo mein Junge kontinuierlich aus der Kindergesellschaft ausgeschlossen war, wo er den Stuhlkreis mit ständigen Geräuschen gestört hat.

Auf dieser Weise habe ich einen Termin bei unserem Kinderarzt gewünscht und wir haben eine Überweisung zur Pädaudiologie bekommen.

Hier wurde nicht nur die Sprache durch eine Logopädin, sondern auch die Bewegung, Gleichgewicht aber vor allem das Gehör untersucht.

Mir hat bei der Untersuchung besonders gefallen, dass dem Kind nicht nur der Kopfhörer aufgesetzt wurde und gefragt wurde ob er irgendetwas in einem Ohr hört, sondern stattdessen sollte er in die richtige Richtung schauen, woher das Geräusch kam. Zur Belohnung blinkte immer ein Märchenbild auf.

Hier stellte sich leider nicht viel heraus, nur, dass mein Kind mit einem Ohr weniger hört, aber immer noch im normalen Bereich, also er braucht kein Hörgerät oder Ähnliches.

An dieser Stelle möchte ich bemerken, dieser Weg bis jetzt war überhaupt nicht leicht. Die Eltern, wie wir es auch damals, akzeptieren nicht gerne, dass mit dem eigenen Kind etwas nicht stimmt. Es ist besonders schwer, weil das eigene Kind das perfekteste auf der ganzen Welt ist.

Dieses Bild darf auch nicht zerbrechen, auch, wenn solche Probleme auftauchen. Natürlich ist das eigene Kind das Allerbeste auf der ganzen Welt. Es braucht im Moment nur mehr Förderung und Aufmerksamkeit! Ich stellte mir auch die Frage, ob ich an die ganze Situation Schuld bin. Bei der Geburt war alles in Ordnung, außer, dass es mir ganz schlecht danach ging. Ich trank keinen Alkohol, rauchte auch nicht.

Weil ich Angst hatte, dass der Kita Platz für Mein Kind im Kindergarten gekündigt wird, oder dass es meinem Kind wirklich schlecht geht und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wird… Aber gleichzeitig hatte ich auch von Förderkindergarten Angst… Jedoch wusste ich, dass woanders besser für mein Kind ist.

Tagesmutter wäre noch eine Möglichkeit. Es ist auch super, die Tagesmütter leisten auch viel. Wir haben uns mit meinem Mann doch für Förderkindergarten entschieden.

Warum? Im Förderkindergarten bekommen die Kinder zwei Förderungen automatisch, der Arzt muss nichts aufschreiben. Es gab Psychomotorik, Logopädie, Ergotherapie und man muss nicht ständig zum Arzt rennen und Rezepte abholen. Die Kinder werden in die Einrichtung mit ASB Bus gefördert und professionell in kleinen Gruppen betreut. Sie hatten sogar ein kleines Schwimmbad, wo sie jede Woche einmal schwimmen hatten.

Also es geschah mit schwerem Herzen, aber es musste sein: Förderkindergarten. Nach dem Förderkindergarten wollte ich alle Steine Bewegen, nicht die Förderschule zu wählen. Warum? Weiß ich selber nachträglich nicht mehr. Es sind wieder die gesellschaftlichen Erwartungen. Ich hatte vielleicht einfach nur Angst, wenn es doch soweit ist, kann sich mein Kind wenig in der normalen Kindergesellschaft einfinden.

Es ging! Nun ich muss es zugeben, wir als Eltern standen hinter unserem Sohn. Jeden Nachmittag lesen üben, Hausaufgaben erledigen. Er kam sogar mit. Die Hausis waren immer aufgeschrieben und mit nach Hause gebracht, so kann man leicht helfen.

In der Schule starteten wir mit offenen Karten, so beantragte uns die Lehrerin sofort eine mobile sonderpädagogische Hilfe. Die Klasse war auch ganz klein in unserem Dorf, nur dreizehn Kinder.

In der zweiten Klasse fiel mir auf, dass mein Kind immer noch monoton spricht, monoton malt. Er malte einheitliche Hochhäuser und Labyrinthe. Labyrinthe, welche eine ganze DIN A 4 Blatt bedeckten. So dachten wir Eltern auf Autismus.

Deshalb gingen wir in das SPZ Zentrum in Erlangen. Hier wurde mein Sohn noch einmal zur Gehöruntersuchung geschickt. Es gibt nämlich nicht nur Pädaudiologie, sondern Audiologie auch….

Also wie ich es verstand, bei dem Zweiten wird untersucht, wie die Frequenzen und dadurch vermittelte Informationen im Gehirn verarbeitet werden.

Schließlich stellte sich heraus, dass er zwar gut hört, aber durch seine Konzentration ist die Auditive Wahrnehmung gestört, also deshalb lernte er zu spät sprechen und deshalb waren die ganzen Probleme, weil er ADS hat. Also kein ADHS, wobei die Kinder auch zappelig und unkonzentriert sind, nur die verträumte Variante, sogar zu ruhig, aber unkonzentriert.

Er hat Medizin bekommen.

Jetzt ist mein Kind in der Pubertät. Die Ärztin schlug uns ein anderes Medikament vor, damit seine Persönlichkeit nicht so sehr gedämmt wird. Nun meiner Beobachtung nach haben die Medikamente momentan mehr Nebenwirkungen als Vorteile. Deshalb verringern wir die Menge nach und nach, vielleicht ist die Zeit somit vorbei, kann mein Kind ohne Medizin zurechtkommen.

Erziehungsstile

Nach Kurt Lewin gibt es drei Erziehungsstile: autokratisch, demokratisch und laissez-faire.

Der demokratische Stil gibt Möglichkeiten auf Argumentaion, Überzeugug und gemeinsame Entscheidungen zu treffen, dadurch gibt es den Kindern genügend Möglichkeiten richtig zu entscheiden und die Folgen zu tragen.

Der Autokrat leitet die Kinder mit Anweisungen und Verehrungen, oberste Ziel ist z.B. die Höflichkeit und Gehorchsamkeit. Der Nachteil dieser Erziehung ist, dass die Angst und Bestrafungen die ganze Erziehung lenken. Hierzu ein Beispiel, was ich sehr oft erlebe, wenn die Eltern anfangen zu zählen: „eins… zwei…. „und bei drei gibt`s einen Klaps oder Ohrfeige.

(So kommt es irgendwannmal zu den Bruchzahlen: ein, zwei, …zwei einhalb :-))

Der laissez-faire Erziehungsstil ist eine sehr lockere Erziehungsstil. Es ist genauso gefährlich, wie die autokratische Erziehung. Die Eltern versuchen soviel Freiheit und Möglichkeit den Kindern zu geben, dass es ein Chaos entsteht.

Die zwei Erziehungsstile werden häufig verwechselt. Die laissez-faire Eltern haben keine Führungsposition in der Familie. In vielen Fällen werden die Eltern nicht bewusst vernachlässigend z. B.: Wenn die jungen Eltern noch sehr unerfahren sind, ihre Persönlichkeit auf „Eltern Sein” noch nicht reif ist. In besonderen Fällen sind diese Eltern in der Familie auch mental nicht anwesend, weil sie vielleicht psychische Probleme haben.

Einige Eltern wählen den laissez-faire Erziehungsstil gleich bewusst, sie setzen den Ziel, dass ihre Kinder frei die Welt entdecken und hierfür keine Grenzen gesetzt werden.

Die Kinder brauchen Grenzen. Diese geben den Kindern nicht nur Richtlinien bei ihrer Wertschätzung, sondern auch Sicherheitsgefühl und Geborgenheit. Wenn ein Kind keine Grenzen in der Familie hat, verliert auch ihre Rolle in der Familie. Es versucht selbst die Führung für die Familie zu übernehmen, weil die Familie keine Begleitperson hat. Nun es erzeugt ernsthafte innere Unsicherheiten und das Kind kann gleichzeitig die Folgen für seine Taten auch nicht übernehmen.

Die Rahmen und der Tagesablauf bedeuten den Kindern ernsthafte emotionale Sicherheit. Sehr oft ist der Erziehungsstil durch die eigene Kindheit geprägt. Wenn die eigenen Eltern Autokraten waren, dann möchte die nächste Generation alles richtig machen und kommen dadurch in die Falle, keine Grenzen den Kindern zu setzen. Sehr oft wollen die Eltern keine Konflikte mit den eigenen Kindern haben, deshalb überlassen sie die Entscheidungen den Kindern.

Diese grenzenlosen, konfliktvollen Situationen sind häufig schwer handzuhaben, so entstehen harte Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kinder. Die Kids verstehen dann im Moment die Situationen nicht und kommen dabei psychisch durcheinander.

Hierzu ein Beispiel: meine Eltern waren in diesem Sinn sehr streng und wollten immer wissen, wo ich ging mit 16 Jahren (demokratische Erziehung, also ich durfte gehen, aber mit Grenzen, nach den vereinbarten Zeiten nach Hause kommen, etc.)

Mein Freund im Gegensatz durfte immer überall gehen, die Eltern haben nicht mal gefragt, wohin er geht. (laissez-faire Erziehungsstil, keine Grenzen, Kind darf alles). Mein Freund erzählte noch dazu, dass er es sich wünschte, dass seine Eltern nur einmal sagen würden: „Du darfst nicht”, oder fragen würden, „Wohin gehst du, und wann kommst du?”

Kinderzeichnungen

Eine Kinderzeichnung und ein Schrift sind sehr ähnlich. Beide vermitteln Informationen auf der zweidimensionalen Ebene. Die Buchstaben und Kinderzeichnungen bestehen aus Linien, Formen und Punkten.Die einzelnen Figuren haben einen bestimmten Platz auf dem Papier und mehr oder weniger Abstand von den anderen Figuren. Deshalb kann man eine Kinderzeichnung genauso analysieren, wie einen Handschrift.

Die Kinder malen sehr gerne, sie versuchen damit ihren Unterbewusstsein auszuüben. Die Psychologen verwenden die Zeichnenanalyse auch bei Erwachsenen.

Was malen die Kinder?

Das Thema der Kinderzeichnung erklärt die Denkweise von einem Kind. Wenn es nur einzelne Gegenstände malt, dann bezeichnet es eine analysierende Denkweise.

Wenn die Kinder mehrere Sachen, oder sogar Szenen malen, dann deutet es auf eine syntetisierende Denkweise, also das Ganze im Zusammenhang ist dann wichtig.

Die Größe der einzelnen Zeichnungen verrät den Selbstbewusstsein eines Kindes. Die kleinen Figuren sind weniger dominant, weniger wichtig. Wenn das Kind sich selbst kleiner gemalt hat, dann hat das Kind wenig Selbstbewusstsein.

Die weiß gebliebenen Stelle auf dem Papier ist die „ICH FREMD STELLE”. Wenn auf dem Papier zu viel leer blieb, dann hat das Kind wahrscheinlich innere Ängste.

Zeichnung über Familie

Bei der Analyse kommen wir hier immer von links nach rechts. Auf der linken Seite ist der wichtigste Person und auf der rechten Seite, ganz unten derjenige, der kleinere Rolle in der Familie spielt.

Der Abstand zwischen den einzelnen Figuren können auf eine Isolation innerhalb der Familie hinweisen. Z.B.: ein Kind hat den Papa auf den Weg vor dem Haus im Auto gemalt. Nach der Befragung erklärte das Kind: „Weil der Papa ständig arbeitet.”

Deshalb ist es sehr wichtig, die Kinder auch zu befragen, was sie gemalt haben. Man darf natürlich auch nicht gleich beurteilen, vielleicht hatte das Kind nur schlechte Laune oder keine Lust zum malen.

Fehlende Finger, Hände, Füße oder andere Körperteile zeigen auf eine gewisse Unsicherheit.

Bis zum 6-8 Jahren zeichnen die Kinder die Familienmitglieder noch nicht maßgetreu. Also der größer gemalte Person ist bedeutsamer als die anderen.

Hier ist auch ganz wichtig, wie das Papier bemalt wurde, wie viel auf dem Blatt frei gelassen wurde und die Mimiken und Gestiken der einzelnen Personen verraten auch ganz viel.

Die Farben haben auch viel Bedeutung: Rot und Schwarz sind für Energie und Temperament. Wenn diese übermäßig werden, können auch auf Probleme, wie Trauer, Aggressivität und Ähnliches hinweisen.

Die Sauberkeit

Das Thema Sauberkeit betrifft viele Eltern sehr sensibel, vor allem, weil nicht alle Kinder gleich sind. Ab dem 2. Lebensjahr des Kindes bemühen sich viele Eltern, dem Kind Hilfestellungen für die Sauberkeit zu geben. Es gibt natürlich Kinder, die auch schon früher reif werden und keine Windeln mehr brauchen.

Damit wir diesen komplexen Vorgang verstehen, folgt jetzt ein kurzer Rückblick auf die Entwicklung der Kinder von 0 bis zwei Jahren:

Die Kinder sind von 0-3 Jahren komplett auf die Eltern angewiesen, also die Eltern organisieren das Leben des Kindes, sie ernähren es und wechseln auch die Windeln. Die Mama oder der Papa reagieren auf das Weinen, also das Kind ist vollkommen abhängig von der direkten Umgebung. Wenn das Baby weint, kann noch nicht zurückkommen und erzählen. Also je jünger ein Kind ist, desto mehr es von uns abhängig ist.

Mit ca. anderthalb Jahren kommen die Kinder zu der ersten Selbstständigkeit. Sie lernen das Laufen und die ersten Wörter, aber gleichzeitig kommt eine stärkere „Fremdelphase“.

Je mehr das Kind diese Selbstständigkeit erlernt, also es läuft selbst und entdeckt seine Welt, umso mehr möchte er sich selbst behaupten. Deshalb können wir diesen Alter ( so ca mit 2 Jahren) auch als Trotzphase nennen.

Ich werde nie vergessen, als meine große Tochter aus Trotz, weil sie im Kindergarten nicht in die Puppenecke durfte, pinkelte ins „Bällchenbad“. Die Erzieherin hat mich mit einem roten Gesicht erwartet, dass sie alle Bällchen einzeln desinfizieren musste. Also praktisch in einem solchen selbstbewussten Zustand kommt das Kind dazu, dass es fertig für die Sauberkeit ist und selbstständig seine Pipi und Kaka erledigt.

Normalerweise spielen die Kinder zuerst mit der Toilette oder mit dem Töpfchen.

Wir können einfach ein sauberes Töpfchen in die Räumlichkeiten stellen, wo das Kind selbst ist oder unter uns spielt. Sie können darin kochen oder spielen, dann irgendwann vielleicht setzen sich auch angezogen darauf. Dann können wir die Kinder anregen, wie es wäre, wenn er sich selbst auszieht, vielleicht kommt etwas in das Töpfchen.

Wichtig ist an diesem Punkt, dass wir offen mit dem Kind über das Thema sprechen und damit umgehen. Also konkret, wenn die Eltern auch selbst auf die Toilette gehen dann klopft immer ein zweijähriges Kind. Es ist ganz normal und das Kind darf mal ab und zu zuschauen, wie auch die Eltern oder eventuell Geschwister (natürlich nicht im Pubertät) auf Klo gehen.

Auf dieser Weise entwickelt sich der Prozess, als ein ganz natürlicher Vorgang.

Später können wir den Kindern noch mehr Selbstständigkeit anvertrauen. Zum Beispiel, dass sie selbst die Toilettenpapier abreißen oder das Klo abspülen eventuell das Töpfchen in die Toilette kippen. Zuerst funktioniert normalerweise das Pinkeln, dann auch irgendwann der Kaka. Es gibt Kinder bei denen es auch bis zum 5. Lebensjahr nicht funktioniert, vor allem die „Nachtssauberkeit“ ist bei dem Thema schwierig.

Wenn wir es beobachten, die Sauberkeit ist die erste Tätigkeit vom Kind, was das Kind selbst reguliert. Also die Eltern können statt dem Kind nicht auf Klo gehen, deshalb müssen sie in dieser Sinne jetzt schon etwas loslassen. Und dieses „Loslassen“ kehrt in den späteren Leben des Kindes immer wieder zurück.

Die Sauberkeit ist in der Entwicklung also ein Fortschritt in der Selbstständigkeit. Die Kinder müssen diesen Schritt machen. Wir, als Eltern können ihnen nur Hilfestellungen geben, aber es ist sehr wichtig, dass wir genug Geduld haben und abwarten, dass das Kind selbst diese Entwicklungsphase erreicht.

Es heißt natürlich nicht, dass wir das Thema ignorieren müssen, oder auch nicht, dass die Eltern das Kind ab dem 2. Lebensjahr unbedingt zur Sauberkeit erziehen müssen. Sondern, dass wir die Möglichkeit dem Kind für diese Selbstständigkeit geben.

Praktisch, wenn die Eltern ein Töpfchen, oder einen Hocker mit der Toilettenauflage kaufen, dürfen diese ruhig bei der Toilette vorbereiten und es dem Kind zeigen. Dann ist es möglich, dass das Kind noch keine Interesse zeigt, oder monatelang noch einfach da steht, vielleicht setzt sich das Kind nur aus Spaß angezogen darauf. Wichtig ist es, diese Hilfsmittel dem Kind in der ersten Linie zu zeigen, damit es diese kennenlernt.

…und keine Sorge, selbst ältere Kinder spielen noch auf der Toilette….

Wenn das Kind entscheidet, also mit Hilfe zusammen von Eltern eine gemeinsame Entscheidung getroffen wird, dass wir es jetzt ausprobieren ohne Windel tagsüber klarzukommen, dann ist es wichtig , dass die Erwachsenen dabei auch konsequent bleiben. Hier spielt auch die Zusammenarbeit mit der ergänzenden Betreuung/Einrichtung (Tagespflege, Kindergarten, Kinderkrippe) eine wichtige Rolle, dass diese auch informiert werden und hier die Betreuungspersonen auch mitwirken.

Quellen: gyermekpszichologusblog.hu

Haushalt

(Oder wie können wir die Kinder als kleine Helfer im Haushalt integrieren)

In meinen vorherigen Schreiben deutete ich schon darauf, dass ich kein Held bin und natürlich läuft auch bei uns nicht immer alles perfekt. Es kommt immer etwas zu dem perfekten Alltag und wir Eltern brauchen auch etwas Ruhe oder Zeit für uns.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir offen mit unseren Kindern darüber sprechen und sie in das Familienleben vollständig involvieren. Und was meine ich damit?

Die kleinen Kinder sind anders, sobald sie laufen lernen, sind immer mehr für die Umgebung interessiert, räumen alles aus, möchten alles entdecken. Ab zwei Jahren können wir schon die Kinder dazu führen, dass sie selbst beim Haushalt mitwirken.

Was ein 2-4 Jähriges Kind machen kann:

  • Tisch abwischen
  • Boden kehren
  • Beim Tisch decken helfen
  • Spielsachen aufräumen
  • Staub wischen
  • Schuhe aufräumen
  • Beim Wäsche Aufhängen helfen
  • Im Garten Obst pflücken, oder Blätter mitsammeln, Beet gießen

Wie gesagt, die kleinen Kinder machen diese Tätigkeiten als Spiel, sie sehen die Welt noch anders. (Deshalb dürfen wir nicht verärgert sein, wenn das Ergebnis noch nicht das Beste ist). Aber wir dürfen die Bedeutung dieser Tätigkeiten auch nicht unterschätzen. Warum?

In einem meiner früheren Schreiben erklärte ich die Wichtigkeit einer einfachen Kindheit. Es ist eine Kindheit, wo das Kind nicht mit Spielsachen vollgeschüttet ist, wo das Kind nicht zu viel Zugang zu den elektronischen Medien hat.

Genauso brauchen die Kinder auch die Grenzen, damit sie sich zu ihrer Umgebung (Familie, Pflegeeltern, usw.) zugehörig fühlen. Kinder brauchen dadurch Aufgaben in der Familie, deshalb müssen wir sie sogar in den Haushalt miteinbeziehen.

Bestimmt haben viele Eltern das Problem, dass sie etwas im Haushalt erledigen müssen (oder wollen), nun ist das kleine Kind da und braucht gleichzeitig Entertainer. So ist es ganz praktisch dem Kind auch eine leichte Aufgabe zu geben, was das Kind auch leicht erledigen kann.

Je älter die Kinder sind, desto mehr und besser können sie helfen. (und irgendwann haben sie keine Lust mehr dazu LOL)

Mit 6 Jahren können die Kinder sogar etwas Verantwortung übernehmen

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  • Wir können sie bitten, dass sie dem Hund z.B. ab und zu frisches Wasser geben.

Was sie noch machen können

  • Waschmaschine ausräumen
  • Spülmaschine ein- und ausräumen
  • Ihr eigenes Zimmer aufräumen (sauber müssen wir noch machen)
  • Wäsche aufhängen
  • Salat vorbereiten zum Mittagessen
  • Obst und Gemüse schneiden
  • Im Garten helfen
  • Müll rausbringen

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Die Kinder sind in diesem Alter natürlich auch selbstständiger und sie brauchen manchmal auch ihre Ruhe, sie ziehen sich häufiger zurück in ihr Zimmer.

Am besten könnten die Jugendlichen helfen, sie wollen aber nicht immer. Hier kann ich meine Erfahrungen beschreiben und das, wie es in unserer Familie funktioniert.

An diesem Punkt ist es noch einmal ganz wichtig, dass in der Familie Regel herrschen, welche die Familie zusammenhalten. Es ist überall so, also im Kindergarten, in der Schule und in der Arbeit. Die Regel und die Grenzen bedeuten nicht die Hindernisse für die Welterkundung, sondern diese erleichtern das Gemeinschaftsleben.

Z. B.: Wir essen zusammen, und nach dem Essen ist jeden Tag ein anderes Familienmitglied dran, den Tisch und die Küche aufzuräumen. Weil die Sechsjährige es noch nicht kann, hilft sie beim Tisch decken und Spülmaschine einräumen.

Am Wochenende mache ich die Wohnung sauber und gleichzeitig müssen alle Kinder mithelfen. Hier wird gerecht verteilt, wer was macht. Wir besprechen, dass wir nicht jeden Tag die Wohnung säubern, sondern nur an bestimmten Tagen, aber dann müssen alle Familienmitglieder dabei sein.

Mit Haustieren beschäftigen, Katzenklo sauber machen, Futter geben Hund spazieren gehört auch dazu, dies wird auch verteilt.

Und wenn es funktioniert, entsteht ein harmonisches Zusammenleben in der Familie, in dem sich alle Mitglieder wohlfühlen. Wichtig ist, gemeinsame Entscheidungen zu bringen und die Regel gemeinsam aufstellen.

Medienerziehung

  • Wieviel Computer und Fernseher schauen und spielen eure Kinder am Tag?
  • Wer bestimmt, wann und wie lange sie vor dem Monitor sein dürfen?
  • Was dürfen sie schauen und spielen?
  • Ab welchem Alter haben die Kids ein Handy und warum?
  • Was sagt der Arzt und was erzählen wir dem Arzt?
  • Was ist noch gefährlich, worüber keiner etwas schreibt?

Liebe Eltern, dieses Thema ist ganz breit und es wurde sehr oft in vielen anderen pädagogischen und psychologischen Seiten thematisiert. Deshalb möchte ich hier meine positive und negative Erfahrungen beschreiben und wie ich die entstandenen Probleme gelöst habe.

Wie ihr alle wisst, wir haben vier Kinder (15,14,11 und 6). Als die zwei „Großen“ jünger waren (0-3), war die Technologie in Richtung Smartphone und Tablett nicht so verbreitet und entwickelt.

Ich habe versucht, mich an der vom Kinderarzt vorgegebenen Regel zu halten. Also die Kinder haben höchstens nur halbe Stunde Fernseher am Tag geschaut und dann auch nur die für sie entsprechenden Märchen.

Diese ganze Technologie und aber auch die gesellschaftlichen Erwartungen veränderten sich Jahr für Jahr rasant. Mein ältester Sohn bekam mit zehn Jahren ein Tasten-Mobiltelefon. Er benutzte sein Mobilphon ganz gut, nun nach ein paar Wochen wollte er das Gerät nicht mal in die Schule mitnehmen, weil er angeblich damit in der Schule ausgelacht wurde.

Da kamen die anderen Ausreden: er habe keine Freunde, weil alle Kinder ein Smartphone haben und er kein whatsapp hat. Die Klasse hätte nämlich eine whatsapp Gruppe, wo sich alle Schüler austauschten.

Nach dem „Betteln“ unseres Kindes entschieden wir, dass es zum zwölften Geburtstag ein Smartphone bekommt. Ohne Vertrag, mit Karte….

Nach und nach kamen die Probleme, die sehr stark geprägt waren, nun das Schlimmste war, dass wir Eltern auf diese Probleme nicht vorbereitet waren.

Noch etwas dazu, bevor ich die Probleme detailliere:

  • ich denke, es betrifft viele Kinder und Eltern, nur die Probleme sind versteckt
  • die Eltern haben wenig oder keinen Übersicht, was die Jugendlichen im Internet machen
  • die Kinder erzählen zu Hause meistens auch nichts

Probleme:

  • Werbungen mit Inhalt für Erwachsenen (Richtung Sexualität)
  • Die Schulklasse benutzt Whatsapp als Mobbing (auch wenn nicht mein Kind gemobbt wurde, hielt ich trotzdem für Wichtig, dies zu stoppen)
  • Spiele, welche zusammen mit anderen gespielt werden (machen abhängig)

Also, wie ich die Probleme gelöst habe…

  • In unserer Familie gibt es deshalb harte Regel für Medien. Wir haben ein PC für die Kinder und während der Corona Zeit noch zwei andere PC-s angeschafft. Diese dürfen die Kinder für schulische Aufgaben benutzen, Internet ist begrenzt.
  • Ab 12 Jahren dürfen die Kinder in unserer Familie ein Smartphone bekommen, mit den folgenden Bedingungen:
  • Das Handy ist mit Karte, ohne Vertrag.
  • Zu Hause ist beim WLAN der Router auf 12 jährige und die Zeit begrenzt
  • Die Kinder, die Handys benutzen, müssen im Haushalt etwas mehr helfen, selbstständiger, selbstverantwortlicher sein.
  • Die Handys dürfen die Kinder in die Schule mitnehmen, aber zu Hause bis Abend 18 Uhr bleibt das Telefon unten in der Küche an Ladestation.
  • Wenn Hausaufgabe nicht erledigt wird oder etwas nicht funktioniert, eventuell wird das Handy abends, wie besprochen nicht wieder auf Ladestation in die Küche gebracht, dann gibt`s eine Woche lang kein Handy.

Nun durch diese Regeln ist das Familienleben bei uns friedlich, und es scheint momentan gut zu funktionieren. Je älter die Kinder werden, desto mehr kann man ihnen anvertrauen. Also die „Großen“ haben mittlerweile auch Tablet und sogar bei dem 15 -16 Jährigen gibt’s auch keine WLAN Begrenzung mehr. Was ich derzeit mit den Jüngeren (6,11) Jährigen erlebe, ist für mich maßgebend, was in anderen Familien laufen könnte. Sehr oft komme ich auch selbst in Zweifel, ob es der richtige Weg ist, aber die „Jüngeren“ in unserer Familie haben weder Tablet, noch Handy. Sie dürfen Fernseher schauen (am Wochenende auch einen Kinderfilm). Ja, der Fernseher ist auch begrenzt. Es läuft am Tag nur eine Stunde und die Kids können nur Kinderprogramme oder wissenschaftliche Sender auswählen.

Was ich sehr problematisch finde:

  • Wenn im Hintergrund immer der Fernseher läuft
  • Wenn die Kinder ohne Tablett nicht essen können
  • Wenn die Kleinkinder frei auf ihrem Tablett unterschiedliche Kinderapps surfen dürfen (Es kommen doch ab und zu Erwachseneninhalte)

Quelle: www.mibaby.de

Und jetzt noch etwas Psychologie dazu

Wenn die Kleinkinder Erwachseneninhalte im Fernseher oder in unterschiedlichen Medien sehen, dann verstehen sie den Inhalt noch nicht, sie versuchen für sich selbst eine Erklärung für das Gesehene zu finden.

Es muss nicht unbedingt ein Film sein, es genügt, wenn die Kleinkinder versehentlich mit der Oma oder mit den Eltern die Nachrichten sahen und es kamen Bilder von einer Explosion oder Unfall usw.

Sie entwickeln dadurch innere Ängste, welche wir nicht mehr so leicht umkehren können, deshalb muss man auf die Kleinkinder extrem aufpassen und sie vor Erwachseneninhalten beschützen.

Quelle: https://www.mibaby.de/

Kindergarten nach Corona und Schulanfang

Liebe Eltern, zurzeit nehme ich an einem online Kurs von einer ungarischen Kinderpsychologin (Dr. Bojti Andrea) teil. Ich möchte hier mit ihrem Einverständnis ihre Erzählungen übersetzen und gleichzeitig meine Erfahrungen beschreiben.

Also zuerst meine Erfahrungen: Wie ihr alle wisst, ich habe ältere Kinder, 15,14, 11 und 6. Ich arbeite momentan in einem Kindergarten und das Jahr mit Corona ist leider noch nicht vorbei.

Nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern und Pädagogen erleben diese Zeit schwierig. Kinder, die sich in der Kindergemeinschaft schon gut eingelebt haben, müssen plötzlich wieder eingewöhnt werden.

Gruppen werden in mehreren Kindergärten wegen außergewöhnlichen Öffnungszeiten neu strukturiert oder zusammengesetzt.

Wir alle müssen uns an die neue Hygienekonzept halten: Hände waschen, desinfizieren, Masken tragen. Es ist nicht nur für die Eltern hart, wenn Kinder wegen Schnupfen zu Hause bleiben müssen, sondern auch für Kinder und Pädagogen. Die Erzieher wissen es auch ganz genau, dass die meisten Eltern berufsstätig sind und sie an die Betreuung der Kita stark angewiesen sind.

Es ist momentan Sommer und viele können keinen Urlaub machen. (Wir auch nicht)

  • Also die Corona Zeit endete noch nicht, aber was ist, wenn es wieder zurückkehrt?
  • Wie gehen wir mit einer eventuellen zweiten Corona Welle um?
  • Wie können wir unseren Kindern dabei helfen?

Um hier diese Problemen zu verstehen, müssen wir einen kurzen Rückblick auf die vergangene Zeit bekommen.

Besonders schwierig war in dieser Zeit die ständige Unsicherheit und die Spekulationen, welche durch die Medien, Nachrichten vom Fernseher und Radio die Bevölkerung sehr stark beeinflussten (sowohl Erwachsenen als auch Kinder). Diese Nachrichten, also die ständigen Spekulationen können bei den Kleinkindern innere Ängste erzeugen. Die Kindergartenkinder denken noch ganz anders, sie versuchen sich immer eine „magische“ Erklärung für ihre Welt zu finden. Die Nachrichten verstehen sie auch noch nicht. Deshalb ist es sehr wichtig, die Kinder vor diesen Nachrichten zu beschützen und ihnen nur das vermitteln, was schon sicher ist.

Also ganz konkret: Überall im Internet, in unterschiedlichen Nachrichten hört man heutzutage, dass die Corona Infektionen wieder steigen. Es ist noch nicht sicher, dass die Schule im September normal startet. – Es ist wieder eine reine Spekulation, keine informative Nachricht für die Kinder. Es kann sogar sehr schädlich werden, die Kinder können dadurch Angst bekommen. Sie denken, spekulieren häufig weiter: Was ist wenn meine Familie krank wird oder sogar stirbt, oder die Erzieherin und die Freunde…

Ja, leider können die Kleinkinder solche innere Ängste entwickeln, deshalb ist die Vorsicht geboten, sie vor solchen, spekulativen Nachrichten zu beschützen und ausschließlich nur über die reinen Tatsachen, zu informieren. Viele Kinder müssen sich wieder in Kindergarten eingewöhnen oder in einer neu zusammengesetzten Gruppe einfinden. Diese Situation ist auch für Erzieher sehr schwierig, denn der Kindergarten hat auch besondere Vorgaben an denen er sich halten muss.

Deshalb ist die Kommunikation zwischen Eltern und Pädagogen vorteilhaft. Auch, wenn Elterngespräche momentan nur z.B. telefonisch oder durch die Gleisscheibe oder mit Maske stattfinden können, ist es nötig, dass die Eltern ihre Ängste, Probleme, Wünsche den Erzieherinnen signalisieren und die Kommunikation zwischen Elternhaus und Kindergarten nicht unterbrochen wird.

Also wenn man überlegt, wie eine vierfache Mutter mit drei Schulkinder Homeschooling, Haushalt, Job meistern konnte und gleichzeitig auch noch mit dem Kindergartenkind (eventuell im Vorschulalter) beschäftigen konnte….

Also jede Familie erlebte diese schwere Zeit unterschiedlich, deshalb kehren die Kinder mit ganz unterschiedlichem Entwicklungsstand in den Kindergarten (aber auch in die Schule) zurück.

Das oberste Ziel vom Kindergarten ist, die Kinder auf die Schule vorzubereiten, deshalb nennt man den Kindergarten auch Schulvorbereitende Einrichtung.

Nun jetzt in der „Stay at home“ Zeit konnten einige Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, andere Kinder im Gegensatz bekamen weniger Förderung vom Elternhaus. Auf dieser Weise öffnet sich „die Schere“ und die Kinder kommen mit unterschiedlichem Vorwissen in die erste Klasse.

Auf jeden Fall ist es ratsam, wenn die Eltern denken, dass sie ihre Kinder während der Corona Zeit weniger fördern konnten, diese Probleme mit dem Kindergarten oder mit der Schule zu kommunizieren und die eventuellen Förderangeboten in Anspruch zu nehmen.

Und jetzt möchte ich hier mit diesem Absatz schließen, mein nächstes Thema geht über meine Erfahrungen mit Förderkindergarten.

Förderkindergarten

Liebe Eltern, wie ich es schon versprochen habe, mein nächstes Schreiben geht um den Förderkindergarten. Hier werde ich meine Erfahrungen mit zwei Förderkindergärten beschreiben. Drei von unseren Kindern waren nämlich in Sprachförder- oder in Förderkindergarten.

Wir sind eine ungarische Familie und vor 13 Jahren, als unser Sohn 2,5 Jahre alt und unsere Tochter 9 Monate alt war, zogen wir nach Deutschland. Ich war in der Meinung, dass es die größte Chance ist, dem Kind eine zweite Sprache beizubringen. Auch deshalb und weil wir keine Oma, Opa oder andere Verwandte Hilfe hier in Deutschland hatten, nahm ich den Kindergarten in Anspruch.

Es war alles super, die Eingewöhnung klappte mit wenig Reibung, nun die zwei Kinder entwickelten eine gemeinsame dritte Sprache. Es ist unglaublich… selbst die Gurke hatte einen Namen (beide Kinder verwendeten denselben Namen). Es hat sich aber erst später herausgestellt.

Zuerst möchte ich beschreiben, wie wir im Förderkindergarten landeten.

Mein vier jähriger Junge sprach also keine Sprache und die Erzieherinnen berieten uns, das Kind zum Kinderarzt zu bringen. Weil der Sprachförderkindergarten zu dem Zeitpunkt keinen Platz hatte und ich das Kindergartenjahr nicht unterbrechen wollte, hat uns der Kinderarzt ein Rezept zur Frühförderung und zur Logopädie ausgestellt.

Es war jedoch sehr aufwendig mit zwei kleinen Kindern immer zur Förderung zu fahren, vor allem, dass ein Kind 4, das andere Kind 2,5 Jahre alt war. Und ich wollte wieder anfangen zu arbeiten!

Ich nahm in der Zeit an einem Tagesmutter Kurs vom Jugendamt teil, (was ich jetzt überlege, wieder in diese Tätigkeit zurückzukehren…, aber hierüber werde ich noch mehr schreiben.) Ein halbes Jahr lang fanden für den älteren Sohn die Frühförderung und die Logopädie nachmittags in Forchheim statt.

Ja, man muss überlegen, einige Kindergärten erlauben, diese Förderungen in den Kindergarten zu organisieren, damals war es für mich mit zwei kleinen Kindern und berufstätig, mein Mann Vollzeit Beschäftigte, nicht möglich… Auf dieser Weise waren wir auch gezwungen, das bequeme Angebot von Kita, Förderkindergarten (Sprachförderkindergarten) anzunehmen.

Nachträglich…. Ich habe es überhaupt nicht bereut.

Vorteile:

  • kostenloser Kindergarten
  • ohne Rezept Logopädie, Ergotherapie, Psychomotorik
  • freundliche Beratung, Empfang
  • Kinder müssen nicht gebracht und abgeholt werden hierfür gibt es die ASB Busse
  • kleine Gruppen, nur mit acht Kindern
  • und immer informiert über den Entwicklungsstand

So kam es, dass unser dritter Sohn auch im Förderkindergarten landete. Also, nicht, dass man glaubt, das vierte Kind war in einem Regelkindergarten und es war auch super, nun mit dem dritten Kind hatten wir wirklich gravierende Probleme, so, dass er wirklich in die Lebenshilfe Kindertagesstätte gehen musste. Hier war zuerst die Sprache auffällig, aber langsam nach und nach stellten die Ärzte fest, dass er eine Entwicklungsverzögerung hat.

Und meine Kinder besuchen heute Gymnasium, Realschule und Mittelschule, die Jüngste geht demnächst in die Regelschule.

Also ich möchte damit sagen, dass man sich nicht erschrecken darf, wenn so ein Ereignis im Leben passiert.

Nun, ich finde, das Schwerste ist immer es zu akzeptieren, wenn das eigene Kind anders ist und Förderung braucht. Als mein 2, 5 jähriger Sohn damals in den Regelkindergärten ging, beriet mich die Erzieherin nach einem Monat, dass mein Kind nicht in den Regelkindergarten gehöre.

Das Gespräch fand mit der Kindergartenleitung und mit der Gruppenleitung zusammen statt. Sie erklärten, dass sie es nicht wissen, ob sie meinem Kind überhaupt helfen oder noch mehr Schaden zufügen würden. Die anderen Kinder lachten meinen Sohn auch aus.

Nach dem Gespräch ging ich mit meinem Jungen zum Kinderarzt und erzählte ich ihm das Gespräch. In der Untersuchung überwies er mich zum Förderkindergarten und auch zur Pädaudiologie. Also nach dem Rezept haben wir ein Monat auf den neuen Förderkindergartenplatz gewartet und schon ging das Ganze los.

Ich muss es ehrlich sagen, ich habe es hier auch nicht bereut, sogar fand ich es super. Mein Sohn hat es gebraucht, er hat sich super gefühlt. Sehr schöne Angebote und qualifizierte Personal warteten auf mein Kind. Er bekam wirklich jede Menge Förderung, so, dass obwohl die Diagnose Förderschule war, schuf er die Regelschule und jetzt die Mittelschule.

Eure Kommente könnt ihr hier veröffentlichen:

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de/eltern/start.txt · Zuletzt geändert: 2020/08/28 14:22 von edina