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Das Thema Sauberkeit betrifft viele Eltern sehr sensibel, vor allem, weil nicht alle Kinder gleich sind. Ab dem 2. Lebensjahr des Kindes bemühen sich viele Eltern, dem Kind Hilfestellungen für die Sauberkeit zu geben. Es gibt natürlich Kinder, die auch schon früher reif werden und keine Windeln mehr brauchen.
Damit wir diesen komplexen Vorgang verstehen, folgt jetzt ein kurzer Rückblick auf die Entwicklung der Kinder von 0 bis zwei Jahren:
Die Kinder sind von 0-3 Jahren komplett auf die Eltern angewiesen, also die Eltern organisieren das Leben des Kindes, sie ernähren es und wechseln auch die Windeln. Die Mama oder der Papa reagieren auf das Weinen, also das Kind ist vollkommen abhängig von der direkten Umgebung. Wenn das Baby weint, kann noch nicht zurückkommen und erzählen. Also je jünger ein Kind ist, desto mehr es von uns abhängig ist.
Mit ca. anderthalb Jahren kommen die Kinder zu der ersten Selbstständigkeit. Sie lernen das Laufen und die ersten Wörter, aber gleichzeitig kommt eine stärkere „Fremdelphase“.
Je mehr das Kind diese Selbstständigkeit erlernt, also es läuft selbst und entdeckt seine Welt, umso mehr möchte er sich selbst behaupten. Deshalb können wir diesen Alter ( so ca mit 2 Jahren) auch als Trotzphase nennen.
Ich werde nie vergessen, als meine große Tochter aus Trotz, weil sie im Kindergarten nicht in die Puppenecke durfte, pinkelte ins „Bällchenbad“. Die Erzieherin hat mich mit einem roten Gesicht erwartet, dass sie alle Bällchen einzeln desinfizieren musste. Also praktisch in einem solchen selbstbewussten Zustand kommt das Kind dazu, dass es fertig für die Sauberkeit ist und selbstständig seine Pipi und Kaka erledigt.
Normalerweise spielen die Kinder zuerst mit der Toilette oder mit dem Töpfchen.
Wir können einfach ein sauberes Töpfchen in die Räumlichkeiten stellen, wo das Kind selbst ist oder unter uns spielt. Sie können darin kochen oder spielen, dann irgendwann vielleicht setzen sich auch angezogen darauf.
Dann können wir die Kinder anregen, wie es wäre, wenn er sich selbst auszieht, vielleicht kommt etwas in das Töpfchen.
Wichtig ist an diesem Punkt, dass wir offen mit dem Kind über das Thema sprechen und damit umgehen. Also konkret, wenn die Eltern auch selbst auf die Toilette gehen dann klopft immer ein zweijähriges Kind. Es ist ganz normal und das Kind darf mal ab und zu zuschauen, wie auch die Eltern oder eventuell Geschwister (natürlich nicht im Pubertät) auf Klo gehen.
Auf dieser Weise entwickelt sich der Prozess, als ein ganz natürlicher Vorgang.
Später können wir den Kindern noch mehr Selbstständigkeit anvertrauen. Zum Beispiel, dass sie selbst die Toilettenpapier abreißen oder das Klo abspülen eventuell das Töpfchen in die Toilette kippen. Zuerst funktioniert normalerweise das Pinkeln, dann auch irgendwann der Kaka. Es gibt Kinder bei denen es auch bis zum 5. Lebensjahr nicht funktioniert, vor allem die „Nachtssauberkeit“ ist bei dem Thema schwierig.
Wenn wir es beobachten, die Sauberkeit ist die erste Tätigkeit vom Kind, was das Kind selbst reguliert. Also die Eltern können statt dem Kind nicht auf Klo gehen, deshalb müssen sie in dieser Sinne jetzt schon etwas loslassen. Und dieses „Loslassen“ kehrt in den späteren Leben des Kindes immer wieder zurück.
Die Sauberkeit ist in der Entwicklung also ein Fortschritt in der Selbstständigkeit. Die Kinder müssen diesen Schritt machen. Wir, als Eltern können ihnen nur Hilfestellungen geben, aber es ist sehr wichtig, dass wir genug Geduld haben und abwarten, dass das Kind selbst diese Entwicklungsphase erreicht.
Es heißt natürlich nicht, dass wir das Thema ignorieren müssen, oder auch nicht, dass die Eltern das Kind ab dem 2. Lebensjahr unbedingt zur Sauberkeit erziehen müssen. Sondern, dass wir die Möglichkeit dem Kind für diese Selbstständigkeit geben.
Praktisch, wenn die Eltern ein Töpfchen, oder einen Hocker mit der Toilettenauflage kaufen, dürfen diese ruhig bei der Toilette vorbereiten und es dem Kind zeigen. Dann ist es möglich, dass das Kind noch keine Interesse zeigt, oder monatelang noch einfach da steht, vielleicht setzt sich das Kind nur aus Spaß angezogen darauf. Wichtig ist es, diese Hilfsmittel dem Kind in der ersten Linie zu zeigen, damit es diese kennenlernt.
…und keine Sorge, selbst ältere Kinder spielen noch auf der Toilette….
Wenn das Kind entscheidet, also mit Hilfe zusammen von Eltern eine gemeinsame Entscheidung getroffen wird, dass wir es jetzt ausprobieren ohne Windel tagsüber klarzukommen, dann ist es wichtig , dass die Erwachsenen dabei auch konsequent bleiben. Hier spielt auch die Zusammenarbeit mit der ergänzenden Betreuung/Einrichtung (Tagespflege, Kindergarten, Kinderkrippe) eine wichtige Rolle, dass diese auch informiert werden und hier die Betreuungspersonen auch mitwirken.
Quellen: gyermekpszichologusblog.hu
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