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Erziehungsstile

Erziehungsstile

Nach Kurt Lewin gibt es drei Erziehungsstile: autokratisch, demokratisch und laissez-faire.

Der demokratische Stil gibt Möglichkeiten auf Argumentaion, Überzeugug und gemeinsame Entscheidungen zu treffen, dadurch gibt es den Kindern genügend Möglichkeiten richtig zu entscheiden und die Folgen zu tragen.

Der Autokrat leitet die Kinder mit Anweisungen und Verehrungen, oberste Ziel ist z.B. die Höflichkeit und Gehorchsamkeit. Der Nachteil dieser Erziehung ist, dass die Angst und Bestrafungen die ganze Erziehung lenken. Hierzu ein Beispiel, was ich sehr oft erlebe, wenn die Eltern anfangen zu zählen: „eins… zwei…. „und bei drei gibt`s einen Klaps oder Ohrfeige.

(So kommt es irgendwannmal zu den Bruchzahlen: ein, zwei, …zwei einhalb :-))

Der laissez-faire Erziehungsstil ist eine sehr lockere Erziehungsstil. Es ist genauso gefährlich, wie die autokratische Erziehung. Die Eltern versuchen soviel Freiheit und Möglichkeit den Kindern zu geben, dass es ein Chaos entsteht.

Die zwei Erziehungsstile werden häufig verwechselt. Die laissez-faire Eltern haben keine Führungsposition in der Familie. In vielen Fällen werden die Eltern nicht bewusst vernachlässigend z. B.: Wenn die jungen Eltern noch sehr unerfahren sind, ihre Persönlichkeit auf „Eltern Sein” noch nicht reif ist. In besonderen Fällen sind diese Eltern in der Familie auch mental nicht anwesend, weil sie vielleicht psychische Probleme haben.

Einige Eltern wählen den laissez-faire Erziehungsstil gleich bewusst, sie setzen den Ziel, dass ihre Kinder frei die Welt entdecken und hierfür keine Grenzen gesetzt werden.

Die Kinder brauchen Grenzen. Diese geben den Kindern nicht nur Richtlinien bei ihrer Wertschätzung, sondern auch Sicherheitsgefühl und Geborgenheit. Wenn ein Kind keine Grenzen in der Familie hat, verliert auch ihre Rolle in der Familie. Es versucht selbst die Führung für die Familie zu übernehmen, weil die Familie keine Begleitperson hat. Nun es erzeugt ernsthafte innere Unsicherheiten und das Kind kann gleichzeitig die Folgen für seine Taten auch nicht übernehmen.

Die Rahmen und der Tagesablauf bedeuten den Kindern ernsthafte emotionale Sicherheit. Sehr oft ist der Erziehungsstil durch die eigene Kindheit geprägt. Wenn die eigenen Eltern Autokraten waren, dann möchte die nächste Generation alles richtig machen und kommen dadurch in die Falle, keine Grenzen den Kindern zu setzen. Sehr oft wollen die Eltern keine Konflikte mit den eigenen Kindern haben, deshalb überlassen sie die Entscheidungen den Kindern.

Diese grenzenlosen, konfliktvollen Situationen sind häufig schwer handzuhaben, so entstehen harte Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kinder. Die Kids verstehen dann im Moment die Situationen nicht und kommen dabei psychisch durcheinander.

Hierzu ein Beispiel: meine Eltern waren in diesem Sinn sehr streng und wollten immer wissen, wo ich ging mit 16 Jahren (demokratische Erziehung, also ich durfte gehen, aber mit Grenzen, nach den vereinbarten Zeiten nach Hause kommen, etc.)

Mein Freund im Gegensatz durfte immer überall gehen, die Eltern haben nicht mal gefragt, wohin er geht. (laissez-faire Erziehungsstil, keine Grenzen, Kind darf alles). Mein Freund erzählte noch dazu, dass er es sich wünschte, dass seine Eltern nur einmal sagen würden: „Du darfst nicht”, oder fragen würden, „Wohin gehst du, und wann kommst du?”

de/elternkaffee/erziehungsstile.txt · Zuletzt geändert: 2020/08/29 22:06 von edina