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de:elternkaffee:kein_interesse_mehr_an_freunde

Kein Interesse mehr an Freunde und ich will jetzt nicht lernen...

Zuerst würde ich über die Freundschaften schreiben, weil es momentan die Quelle von anderen Problemen ist.

Auch, wenn die momentanen Regelungen wegen Corona die soziale Kontakte minimalisieren, ist es wichtig, dass die Kinder mit anderen gleichartigen Kindern treffen. Es muss nicht unbedingt persönlich sein, es kann auch virtuell per whatsapp, skype etc. stattfinden. Wichtig, dass die Jugendlichen und die Kinder einander dabei auch sehen können.

Später kam die Regelung, dass immer zwei Personen sich treffen durften….

Vielleicht haben es auch viele von euch erlebt, dass die Jugendliche (13-16 Jahre) kein Interesse mehr an die Freundinnen hatten und sie wollten nicht mal aus ihren Zimmern rauskommen… Dabei ließ vielleicht auch ihr Interesse nach der Schule nach, wobei sie früher eigentlich gute Schüler waren…

Als ich in die Situation mit meiner Tochter geriet, holte ich mir von einem Kinderpsychologe Blog Hilfe. (Gyermekpsychologusblog.hu)

Nach der Psychologin ist es ganz wichtig, dass wir die Jugendlichen ermuntern, den Kontakt mit ihren Freundinnen zu halten. Viele Familien bleiben trotz Lockerungen noch vorsichtig und lassen die Kinder noch nicht mit dem Freund oder Freundin zu treffen. Es ist wichtig, dass wir Interesse an die sozialen Kontakte und/oder Beziehungen von unseren Kindern zeigen.

Ganz konkret in unserem Fall, als meine Tochter sich nur noch in ihrem Zimmer bewegt hat (und es kam wirklich sehr schnell, fast von einem Tag auf den anderen), habe ich Rat von der Psychologin geholt. In einem Video hat sie erklärt, dass es wichtig ist, dass wir Eltern die Kontaktwiederaufnahme mit den Kindern fördern und fordern.

Ich muss zugeben, wir leben mit unseren Kindern sehr harmonisch zusammen und es war auch für mich sehr überraschend und neu. Ich war deshalb auch selbst mit der Situation überfordert, wusste wirklich nicht, wo meine Grenzen sind, wann darf ich sie stören, vielleicht braucht meine Tochter nur Zeit für sich.

Also nachdem ich mich beraten ließ, klopfte ich an der Tür meiner Tochter und anschließen in einem ruhigen Gespräch befragte ich sie:

  • Wie es ihr geht…
  • Warum sie nicht öfters unter uns ist…
  • Wie geht es ihr in der momentanen Situation…
  • Ob sie schon mit Freunden gesprochen hat und was halten die Freunden von einem Treffen…
  • Ob sie es mal versuchen würde, auch mit meiner Hilfe mit anderen Freundinnen zu treffen, Kontakt aufzunehmen…

Über die Schule stellte ich sie extra nicht keine Frage, weil ich es wusste, dass die Probleme ganz woanders liegen und erst, wenn die grundlegenden Ursachen gelöst werden, dann kann sie sich auf die Schule konzentrieren.

Bei einem solchen Gespräch ist auch immer wichtig, dass wir unsere Fragen auf die andere Person richten, Interesse gegenüber ihr/ihm zu zeigen.

Die sogenannten „Ich Botschaften“ würde ich am Anfang des Gesprächs weglassen, diese sind für „kluge Kinder“ sehr überschaubar und sie wissen schon, dass wir sie manipulieren wollen. Vor allem, dass fast alle Pädagogen diesen „Trick“ verwenden.

Mit den „Ich Botschaften“ meine ich z. B. „Mir ist es ganz wichtig,…… ich würde es schön finden….“.usw… Diese haben mir sowieso nie gefallen.

Es ist viel schöner, wenn man natürlich mit den Kindern redet, dabei Ehrlichkeit, Interesse, Gefühle und vor allem Liebe zeigt.

Also unser Gespräch ist sehr gut ausgegangen, meine Tochter traf die Entscheidung, andere Freundinnen zu treffen und nach einer Woche darauf konnte sie sich auch auf die Schule besser konzentrieren.

de/elternkaffee/kein_interesse_mehr_an_freunde.txt · Zuletzt geändert: 2020/08/29 21:39 von edina