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Rückblick

Nach langer Zeit komme ich wieder dazu, über allgemeine Sachen zu schreiben. Oft denke ich nach, warum die „stay at home Zeit“ gut war.

Ja, es war wirklich schwer wieder in die gewohnten Alltage zurückzukehren. Die Kinder gehen wieder zur Schule, ich arbeite wieder, wie gewohnt.

Nicht nur das Aufstehen früh Morgen um sechs Uhr, sondern auch die ganze Organisation mit der Familie veränderte sich.

Bei uns ist das Ganze vierfach gerechnet, denn die Kinder, wie es schon beschrieben, in vier unterschiedliche Schulen gehen.

Es ist verrückt, bereits für morgen hängte ich vier Erinnerungszettel aus, damit ich nicht vergesse den Kleinen unbedingt Haargummi, Turndress für Sport und einen Apfel für Kunst mitzugeben. Der Große hat jetzt schon Bauchschmerzen, deshalb darf ich nicht vergessen die Schule anzurufen um ihn zu entschuldigen, die Mittlere muss etwas in der Sekretariat klären, da muss ich sie erinnern und….

Natürlich versuche ich so wenig „Taximama“ zu spielen, wie möglich, trotzdem muss entweder das eine oder das andere Kind von der Schule abgeholt werden.

Es hat sich Vieles verändert, wie Masken (ich habe festgestellt, wir brauchen ca. so viel, wie Unterwäsche😊), dann Sport bei den Vereinen fing wieder an, nun müssen die Kids zu jeder Stunde angemeldet werden und auch eventuell abgemeldet werden. Dabei ist der Papierkram auch nicht weniger geworden, zu jede Stunde pro Person muss ein Selbstauskunftszettel ausgefüllt werden.

Es ist einerseits schön, wieder Kontakte zu den Gleichaltrigen haben, doch ich fand die Zeit während der „Lockdown“ etwas vorteilhaft. Wir hatten ganz viel Zeit in der Familie füreinander.

Ich konnte mehr Aufmerksamkeit für die Sachen geben, die sonst für Unwichtig erschienen. Meine Kinder öffneten sich dadurch, erzählten mehr, sie freuten auch für Kleinigkeiten, wie z.B. auf einen gemeinsamen Spaziergang, Fahrradtour. Selbst die Geburtstagsparty mit vier Freunden zu Hause nach den ersten Lockerungen bereitete für meine Tochter große Freude.

Für mich, aber auch vielleicht auch für andere Menschen veränderte sich die ganze Wertschätzung gegenüber der Welt. Es bestätigt sich immer wieder, dass die Kinder die Veränderungen leichter und reibungsloser nehmen, als wie Erwachsenen. Wir machen uns immer zu viel Sorgen, doch alles löst sich von alleine. Wie z.B.: mit dem Mundschutz im Unterricht zu sitzen oder draußen am Sportunterricht teilzunehmen.

Ich denke, nicht nur Eltern, sondern auch Lehrer sind mit den Situationen weiterhin überfordert. Die Erwachsenen möchten alles im Voraus wissen und alles gut abgesichert haben, doch es geht nicht, wir können uns nicht für alle Möglichkeiten vorbereiten, ähnlich wie am Anfang alle Leute Klopapier gekauft haben.

Auf alle Fälle war die vergangene Zeit gut um auszuprobieren, wie die „homeschooling“ funktioniert - und es geht tatsächlich. Ich gebe zu, meine Kinder sind auch unterschiedlich und nicht für alle war dieses System die beste Lösung, aber zwei von den drei Schulkindern konnten auf dieser Weise besser lernen.

So war es auch schön, den Kindern, die sonst in der Schule schwerer mitkommen, die Chance zu geben, auf einer anderen Weise zu lernen.

Und zum Schluss, am Anfang der Corona Zeit fand ich schade, dass genau das Erlebnisjahr, die Vorschule für meine Tochter ausfällt, doch ganz schnell zeigten sich auch die Vorteile.

Ich las ganz viel nach, wie sich die Kinder in diesem Alter entwickeln, was sie brauchen, wie ich meine Tochter unterstützen kann. Ich nahm sogar an einem Kurs von einer ungarischen Kinderpsychologin teil. Es war einfach schön, denn ich lernte dabei viel, auch diese Seite startete ich während der Zeit und gleichzeitig förderte ich meine Tochter nach ihrem Interesse.

Wir bauten Vulkan, erklärten die Entstehung der Erde, bastelten Kreide. Wir beobachteten die Insekten und Würmer, sie lernte die Buchstaben.

de/elternkaffee/rueckblick.txt · Zuletzt geändert: 2020/10/02 20:29 von edina