Welche Auswirkung hat der musikalische Geschmack der Eltern auf die Kinder? Disco, Pop, Rap, Metal, Rock, Jazz, Blues, Schlager oder klassische Musik….. Was hören die Eltern zu Hause? Mögen die Kinder diese Musik? Kann es irgendwie schlechte Auswirkung auf die Kinder haben?
Diese Fragen beschäftigten mich in der letzten Zeit, vor allem, weil meine Kleine (6) immer nach den Großen „geht“. Vorbilder in diesem Thema sind die Jungs, die am Liebsten Musik hören, wie Disturbed und Rammstein. Wenn sie dann in den Kindergarten geht und von Rammstein Liedertexte zitiert….
Weil ich zu meiner Ängste im Internet recherchierte, stieß ich an eine interessante Kritik von Dr. Christian Wickert. Er schrieb über das Buch von Dr. Klaus Miehling, der in 2006 ein fast 700-seitiges Werk namens „Gewaltmusik – Musikgewalt. Populäre Musik und die Folgen.“ veröffentlichen konnte.
Es war ihm nicht einfach das Buch zu veröffentlichen, denn etwa 90 Verlage haben die Ausgabe verweigert oder nur gegen eine fünfstellige Summe gedruckt. In diesem Buch wird ganz klar detailliert, dass fast alle Musik mit viel Schlagzeug, Rhythmik und selbst hohe Töne eine gewisse Aggressivität erzeugen.
| +aggressiv | – aggressiv |
|---|---|
| viel Schlagzeug | kein bzw. wenig Schlagzeug |
| verzerrte Klänge | „natürliche“ Klänge |
| aggressive, gespannte Singstimme | unaggressive, entspannte Singstimme |
| Rhythmen/ Betonungen gegen das Metrum | metrisch kongruente Rhythmen/Betonungen |
| viele Synkopen | wenige Synkopen |
| dissonant/unharmonisch | konsonant/harmonisch |
| „saubere“ Intonation | „unsaubere“ Intonation |
| laut | leise |
| extreme Frequenzen (Tonhöhen) | mittlere Frequenzen |
| undifferenzierte Rhythmen/Betonungen | differenzierte Rhythmen/Betonungen |
| Melodie monoton oder extrem komplex | melod. abwechslungsreich, aber nachvollziehbar |
| schnell | langsam |
Also ich bin beruhigt, weil außer dieser negativen Kritik habe ich keine Information gefunden, dass es schädlich wäre für die Kinder, andere Musikarten zu hören.
Es hat sogar eine positive Auswirkung auf Intelligenz, Sprache, und kognitives Denken…
…und zum Ergänzen, bei uns läuft nicht nur Metal Musik sondern auch Blues, Pop, Rock, Lieder aus dem Radio, Kinderlieder vom CD (möglichst im Kinderzimmer) und klassische Musik zum Einschlafen.
Ja, und ganz wichtig, ich singe noch mit meiner Tochter.
Es gibt bestimmt Eltern, die nicht so gerne singen und oder sie denken, sie haben keine schöne Stimme und es gefällt den Kindern sowieso nicht. Man muss sich keine Sorge machen. Solange die Kinder klein sind, finden sie die Mamas oder Papas Stimme schön. (oder sie kommen damit klar😊)
Selbst ein Schlaflied kann rhythmisch begleitet werden. Hierzu ist ein super Beispiel von Martina Hill 😊)
Und weil Musik auch mein Lieblingsthema ist und ich selbst aus Hobby Gitarre spiele, werde ich hier Möglichkeiten zum Musik machen beschreiben.