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Die Vorschulkinder können demnächst wieder in den Kindergarten gehen. Juhuu, was machen wir mit ihnen? Viele Kinder haben in ihrer Freizeit zu Hause sämtliche Vorschulbücher und Arbeitsblätter gemacht, sie brauchen es nicht mehr! Je nach dem sind die Kinder auf unterschiedlichem Entwicklungsstand, nun fast alle Kinder können zumindest ihren Namen schreiben. Mit dieser einfachen Übung kann ihre Interesse für Schreiben und Lesen geweckt werden.
Das Material ist nach Maria Montessori Pädagogik, aber es lässt sich auch in Regelkindergarten leicht umsetzen, (wenn andere Kolleginnen auch darauf offen sind…:))
Zu Hause ist es auch eine super Beschäftigung, die Wortkarten und Buchstabenkarten sind leicht zu drucken, laminieren. Die Spielsachen dürfen wir vielleicht einfach von unseren Kindern ausleihen, aber es ist natürlich besser, wenn wir fragen:))
Ich beginne mit den Spielsachen bei der Beschäftigung. Das Kind/oder Kinder dürfen aus der Kiste (ich habe hierfür einen Schuhkarton benutzt) die Spielsachen rausholen, benennen, und auf die Arbeitsfläche (Boden oder Tisch) hinlegen. Dann zeige ich die Wortkarten, auf denen die Namen der Spielsachen stehen. Vielleicht können schon einige Kinder diese Wörter lesen, dann haben wir es einfacher.
Wenn die Kinder noch nicht lesen können, aber einige Buchstaben kennen, dann können sie nach den Anfangsbuchstaben und mit unserer Hilfe die Karten zu den Spielsachen zuordnen.
Jetzt kommt der spielerischer Teil, mit den einzelnen Buchstaben. Die Buchstabenkarten lege ich offen vor die Kinder hin und im Kindergarten darf jedes Kind die Buchstaben zu den Wortkarten sortieren, zu Hause mache ich es als Spielpartner es mit meinem Kind (am Anfang).
Zum Schluss würde ich den Buchstabensalat auf ein Regal stellen, wo die Kinder oder mein Kind zu Hause sich immer damit beschäftigen kann.
Jedes Kind ist unterschiedlich und deshalb brauchen sie unterschiedliche Einführungsmethoden bei Vorschulangeboten. Nach meiner Erfahrung ist es besser, wenn ich meinem Kind vor der Beschäftigung erkläre, dass wir jetzt nicht spielen werden, sondern sie kommt ab September in die Schule und wir werden uns darauf vorbereiten. Ich sage ihr auch, dass es eine halbe Stunde dauert und danach darf sie wieder spielen oder rausgehen. Ich denke nicht, dass es sich lohnt mit Belohnungen die Kinder zu bestechen, schließlich habe ich nicht so viele kleine Sachen zu Hause und Süßigkeiten finde ich überhaupt nicht richtig.
Wenn die Kinder die ersten Buchstaben schon können und wir möchten noch mehr erreichen. Vor allem, wenn die kinder Lust auf Lesen haben, loht es sich auszuprobieren.
Es macht den Kindern Spaß, die Spielfiguren aus dem Schuhkarton zu holen, vor allem, wenn wir diese von den Kindern stibitzten
Dann können wir Hilfestellungen geben, dass sie auf die Anfangsbuchstaben schauen und vielleicht erkennen sie,welches Wort zu welchem Figur gehört.
Wenn nicht, dann lassen wir die Kids noch mit den einzelnen Buchstaben weiter experimentieren.
In der zweiten Stufe nehmen wir Wörter, wobei zwei Mitlauten in einem Wort treffen.
Falls die Kinder es schon super gut können, dann ist die nächste Stufe an der Reihe, mit einer Phonogramme zu beginnen, hierzu können Wörter verwendet werden, wie Haus, Maus, Klaus, Zaun usw…
Zu dieser Übung müssen einfache Wörter gesucht werden, ohne Phonogrammen und ohne Doppelmitlauten. Dann können wir mit den Kindern auch das Schreiben eintrainieren.
Wenn die Kinder die Übung gut kennen, dürfen sie die Buchstaben, wie „sch“, „ei“, oder „au“ einüben.
Ich habe in meinem Beispiel das Wort „Tisch“ ausgesucht.
Die Kinder nehmen das Bild „TISCH“ heraus und sie benennen den Gegenstand, Tisch. Dann sagen sie das Wort ganz langsam, sie dehnen das Wort. Dabei sollen sie darauf achten, welche Buchstaben sie hören. Was ist die Anfangsbuchstabe und worauf endet das Wort. Dann stelle ich die Frage, wie hast du „SCH“ gelernt?
Das Kind muss hier erklären oder schreiben können, dass der Laut „SCH“ aus drei Buchstaben besteht.
Wenn unser „Kleiner-Großer“ es gut kann und noch Interesse an Weiterlernen hat, könnte man fragen, ob es noch weitere Wörter mit „SCH“ kennt.
Wichtig ist es weiterhin, dass die Kinder Interesse an das Lernen haben. Wenn die Kinder nicht genug wissbegierig sind, dann überlassen wir das Lernen an die Schule.
Aber auch als Ergänzung, Nachhilfe sind die Übungen gut geeignet.
Als Steigerung nach der Bildkarte mit Buchstaben können wir das Lesen mit Phonemen durch ein einfaches (selbstgemachtes) Büchlein vertiefen.
Das kleine Buch enthält etwa 10-15 Wörter.
Wie man sieht, jede Seite enthält nur ein einziges Wort, so haben die Kinder schnell ein Erfolgserlebnis, dass sie es lesen können. Zum Schluss dürfen die Kids eine kleine Belohnung bekommen. Dies kann auch ein selbstgemachte „Lese-Ausweis“ sein.
Es ist toll, wenn die Kinder schon lesen können. Den Text verstehen sie aber trotzdem nicht immer. Maria Montessori hat das Lernen durch die Sinne bevorzugt: „Nichts ist im Verstand, was vorher nicht in den Sinnen war.“ Das ist der Prinzip folgender Übung, wobei die Kinder zuerst die Bildkarte anschauen
dann versuchen sie ihr Vorwissen zu erzählen, Vermutungen sammeln. Danach lesen sie den Text.
Die letzten zwei Schritten kann man variieren, je nach dem, was für die Kinder schwerer fällt. Ich würde zuerst mit dem Lückentext anfangen,
wobei die Kinder immer nur das selbe Wort ergänzen müssen. Anschließend dürfen sie den Text zusammenstellen.
Die Kinder lernen hier durch ihr Tun (Text puzzlen) spielerisch und konzentriert. Es können vielfältige Übungen vorbereitet werden, je nach Interesse der Kinder. Ich habe zwei Vogelarten gewählt, aber es kann auch ein Fahrzeug, ein Schmetterling oder Ähnliches sein.
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